Schäuble entschuldigt sich: „Meinte natürlich nicht Lawine, sondern Apokalypse!“

12. November 2015 ·

Hat nach massiver Kritik seinen Lawinenvergleich berichtigt: Minister Wolfgang Schäuble.

Berlin (EZ) | 12. November 2015 | Wolfgang Schäuble hat sich korrigiert, nachdem sein Vergleich – er stellte die aktuelle Flüchtlingsbewegung mit einer Lawine gleich – vielfach als unangemessen kritisiert wurde. Er meinte eigentlich, die aktuelle Flüchtlingsbewegung sei der Untergang der Welt.

„Sorry, da war ich zu unkonkret und habe die falschen Worte verwendet. Tut mir leid, wenn ich da jemandem vor die Füße gerollt bin,“ sagte der Finanzminister heute Mittag. „Eigentlich wollte ich ausrücken, dass die vielen Flüchtlinge unser aller Untergang sein werden.“



Tatsächlich war sein Vergleich mit einer Naturgewalt wie einer Lawine unangemessen gewesen, räumte Schäuble ein. „Wir müssen eher von einer Apokalypse biblischen Ausmaßes sprechen. Von Tod, Gewalt, Blut, Feuer überall! Von Auslöschung der Menschheit und dem Untergang der Welt! Leute, begreift das doch endlich mal!“

Weiter malte der Minister bildreiche Szenarien: „Wir werden alle geschändet, verbrannt, aufgespießt, unsere Kinder gefressen und die Frauen aufgerissen, mit ihren Därmen stranguliert und an Bäumen aufgehängt. Das wird alles ganz furchtbar.“ Männer seien dazu verdammt, sich gegenseitig das Blut auszusaugen und dann die Gehirne zu zerkauen.

Kritiker bemängeln, dass Schäuble die Situation immer noch als zu harmlos darstellt. „Und er lügt weiter,“ schreibt Pegida-Chef Lutz Bachmann auf seiner Facebook-Seite, „er verschweigt weiterhin, dass die Muselmänner uns Deutsche vergewaltigen werden und unsere Autos anzünden werden! Wann spricht endlich jemand mal die Wahrheit aus??“ Seine Pegida-Kollegin Tatjana Festerling fordert Schäuble zum Rücktritt auf: „Wer auch jetzt noch, wo hunderttausende blutrünstige Invasoren vor der Tür stehen, nicht die ganze Wahrheit aussprechen will oder darf, der muss weg!“



Innenminister de Maizière hingegen lobte Schäubles Korrektur als „ersten Schritt in die richtige Richtung“.

(JPL/Foto: „Wolfgang Schaeuble 04“ von Kuebi = Armin Kübelbeck – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.)

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