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Gerhard Schröder bereitet sich auf neue Rolle als Lieblingsaltkanzler vor

9. November 2015 ·

Will der nächste "Helmut Schmidt" werden: Altkanzler Gerhard Schröder.

Hamburg/Hannover (EZ) | 9. November 2015 | Seit heute Morgen bereitet sich Gerhard Schröder intensiv darauf vor, der Nachfolger von Helmut Schmidt als Lieblingsaltkanzler zu werden. Als erstes ließ er sich Mentholzigaretten besorgen. Helmut Schmidt liegt erneut im Krankenhaus, Medienberichten zufolge soll er gar erneut mit dem Rauchen aufgehört haben. Aber natürlich müssen die Talkshowredaktionen und Wochenmagazine sich bereits um dessen Nachfolge bemühen: Gesucht wird ein ehemaliger Kanzler über 70, der Jahre nach seiner umstrittenen Amtszeit nun altersweise die aktuelle Politik kommentiert, gerne auch ungefragt und möglichst massenkompatibel.

Deswegen hat Altkanzler Gerhard Schröder für heute alle Termine abgesagt und übt seit Stunden mit einem Trainer, wie er vor der Kamera möglichst intelligent und der aktuellen Politik entrückt wirkt. Eine Hausangestellte wurde gleich heute Morgen losgeschickt, um Mentholzigaretten zu besorgen. Schröder rechnet sich gute Chancen aus, dereinst ähnlich beliebt zu sein wie Schmidt.

„Klar, der logische Nachfolger wäre Helmut Kohl gewesen,“ so ein Redakteur von Sandra Maischberger. „Aber der Zug ist abgefahren.“ In Schröder meint man, einen passenden neuen Helmut Schmidt gefunden zu haben.

„Er ist nun lange genug raus aus der Politik, er spricht verständlich und hat in den Augen vieler nicht so viel Mist gebaut wie Kohl. Oder Merkel.“

Er müsse nun nur noch ein wenig abgehobener wirken, „etwas mehr vom Volk gelöst und irgendwie über den Dingen stehend,“ sagt Anne Will. „Das hat bei Schmidt mit der allgegenwärtigen Zigarette, die er auch dort raucht, wo andere sich das nicht trauen, ganz gut gewirkt.“

Seine Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin könnte Schröder helfen, einerseits bei vielen Menschen als „irgendwie glaubwürdig“ und andererseits als „weit weg von der aktuellen Kanzlerin“ zu gelten.

Nun müsse man aber erstmal den weiteren Verlauf von Schmidts Krankheitszustand abwarten. „Danach“, so ein Medienexperte, „werde man wahrscheinlich schnellstmöglich mit ersten Pilot-Interviews mit Schröder beginnen.“

(JPL/„Gerhard Schroeder CS“ von Campus Symposium GmbH. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.)

 


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