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Wolfgang Niersbach hat erst letzte Woche erfahren, dass er DFB-Präsident ist

22. Oktober 2015 ·

Er sei sich nicht mal sicher, ob sein Vorname wirklich "Wolfgang" ist, so DFB-Präsident Niersbach.

Frankfurt a.M. (EZ) | 22. Oktober 2015 | DFB-Präsident Wolfgang Niersbach will erst vor etwa einer Woche erfahren haben, dass er DFB-Präsident sein soll. Seitdem geht er diesem Verdacht nach, wie er heute auf einer Pressekonferenz mitteilte. „Am Donnerstag letzter Woche meldete sich der SPIEGEL bei mir und wollte eine Stellungnahme, wegen irgendwelchen Geldes,“ so Niersbach heute Mittag in Frankfurt auf einer eilig anberaumten Pressekonferenz. „Ich war total verdutzt, was die denn jetzt von mir wollten.“

Der DFB-Präsident sollte zu dubiosen Geldflüssen Stellung nehmen. „Da stand dann mehrfach, ich wäre Präsident des DFB.“ Unfassbar will er das gefunden haben.

Er selber habe zum ersten Mal im Sommer „von Dritten“ gehört, dass er eine besondere Stellung beim Deutschen Fußballbund inne hätte. „Daraufhin habe ich Untersuchungen angestellt.“ Die würden derzeit noch laufen, aber eine Tendenz sei absehbar: „Es sieht so aus, als hätte der SPIEGEL recht mit seiner Vermutung.“

Alle Indizien liefen darauf hinaus, beispielsweise monatliche Geldzahlungen in „ganz ordentlicher Höhe“ oder einige Reisen gemeinsam mit der Nationalmannschaft. „Aber es gibt auch Indizien, die dagegen sprechen: Ich weiß zum Beispiel so gut wie gar nichts. Und ich habe keine Ahnung von irgendwas.“ Auf der Pressekonferenz musste er Fragen mehrfach mit „Dazu kann ich nichts sagen“ erwidern, was seine These unterstützen sollte.

Aber abschließen geklärt sei noch nichts. Bis dahin will DFB-Anwalt Schertz erreichen, dass der SPIEGEL nicht mehr vom „DFB-Präsidenten Niersbach“ schreiben darf.

(BSCH/Foto: „14-01-10-tbh-002“ von Ralf RoletschekEigenes Werk. Lizenziert unter CC BY 3.0 über Wikimedia Commons.)


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