Sigmar Gabriel optimistisch, „diesen viel zu leichten Galgen zu überleben“

Berlin (EZ) | 13. Oktober 2015 | Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel sieht dem gestern auf dem Pegida-Spaziergang für ihn bereitgestellten Galgen gelassen entgegen. Er hat das Todesurteil akzeptiert, glaubt aber nicht, dass der Galgen ihn wirklich hält. „Es ist zwar ein hartes Urteil, so eine Todesstrafe steckt man nicht so einfach weg,“ so der Vizekanzler heute Morgen nach dem bekannt gewordenen Todesurteil, das Pegida für ihn ausgesprochen hat. „Aber gut, das Volk hat halt gesprochen. In einer Demokratie muss man sich dem fügen.“

Er werde auch keine rechtlichen Schritte einleiten, so Gabriel. „Ich bin ja ein ganzer Mann und akzeptiere das Urteil.“ Alles andere wäre „peinlich“.



Allerdings geht er optimistisch zum Schafott und fragte auch bereits nach, wann die Hinrichtung stattfinden soll, denn er habe einen ziemlich vollen Terminkalender und die Urteilsvollstreckung stünde eventuell einer Auslandsreise oder einer Kabinettssitzung im Wege.

„Hauptsächlich gehe ich aber davon aus, dass ich den Galgen überleben und ihn kaputt machen werde, zumal die Kanzlerin ja neben mir hängen soll.“ Gabriel wird auch sein Recht auf eine gehaltvolle Henkersmahlzeit in Anspruch nehmen. „Nicht, dass ich das nötig hätte, um dem Galgen zu zeigen, wo der Hammer hängt. Aber eine Gratismahlzeit habe ich noch nie abgelehnt.“

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(JPL/Foto: Nadine Lindner)