Selbstlos: Uli Hoeneß räumt sein derzeitiges Domizil für Flüchtlinge

München/Rothenfeld (EZ) | Ein weiterer Promi will Flüchtlingen helfen: Uli Hoeneß hat vorgeschlagen, dass er seine momentane „Übergangswohnung“ in Rothenfeld bei Andechs gerne räumen werde, damit dort Flüchtlinge leben können. Ein häufiger Vorwurf, der reichen Prominenten, die sich öffentlich für Flüchtlinge einsetzen, gemacht wird: Sie könnten doch ihre Wohnungen zur Verfügung stellen. Uli Hoeneß will nun genau das machen.

Seit Anfang 2015 lebe ich in einer städtischen Unterkunft südlich von München, die würde ich sehr gerne zur Unterbringung von Flüchtlingen anbieten,“ so Hoeneß. Er selber könne „ja wieder in sein Haus ziehen.“



Zwar wohne er derzeit auf wenigen Quadratmetern, also „sehr bescheiden. Aber für eine kleine Familie wird es für den Übergang reichen,“ so Hoeneß großzügig. Für Essen ist gesorgt, auch die sanitären Einheiten sind in Ordnung.

Für ihn bedeutete dies eine Umstellung, die er aber gerne bereit sei, auf sich zu nehmen. „Klar, der Weg von meinem Haus nach München zu meinem Arbeitsplatz ist dann weiter. Aber ich will ja helfen!“ Er müsse dann etwas früher aufstehen, das mache ihm aber nicht aus.

Hoeneß will auch keine finanzielle Entschädigung sehen. „Mir geht es gut, und ich meine, wenn man was machen kann, dann sollte man das uneigennützig tun.“ Dem Vorwurf, er würde nur PR in eigener Sache machen, begegnet er mit dem Wort „Schwachsinn“.



(JPL/Foto: „Uli Hoeneß 2745“ von Foto:Harald Bischoff / . Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.)