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„Ekelhaft“: Zahlreiche Flüchtlinge fliehen nach Oktoberfestsichtung angewidert zurück in ihre Länder

Betrunkene, laut grölende, stinkende Menschen - Das ist für viele Flüchtlinge derzeit einfach zu viel.


München (EZ) | Das hatten sie nicht erwartet. Voller Hoffnungen auf eine bessere Zukunft erreichten am Wochenende hunderte Flüchtlinge München. Doch nach einem kurzen Stopp auf dem Oktoberfest stürmten viele angewidert wieder zum Hauptbahnhof. Ziel: Zurück in die Heimat.

Der Ekel stand der Familie aus Syrien noch lange ins Gesicht geschrieben, als sie in den Zug von München Richtung Wien stieg. Sie hatte im Vorfeld vieles gehört über Deutschland und war auf das Schlimmste vorbereitet. „Brennende Flüchtlingsheime, fremdenfeindliche Sprüche, hässliche Nazis – das wäre alles in Ordnung gewesen“, so der Vater, der sich gemeinsam mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern vor über einem Monat auf den Weg aus Syrien in den Westen gemacht hatte. „Aber das hier ist einfach…unfassbar ekelhaft und abstoßend.“



Betrunkene, grölende Menschenmassen in furchteinflößenden Verkleidungen. Schnapsleichen auf der Straße. Dreck, Urin und andere Körperflüssigkeiten, wohin man schaut – „Da ging es uns in Syrien wohl doch deutlich besser“.

So wie der Familie erging es tausenden weiteren Flüchtlingen, die eigentlich mehr erhofft hatten von Deutschland. „Ich habe genug gesehen. Lasst mich zurück. Bitte. Ich will AUF DER STELLE zurück in meine Heimat“, so ein aufgebrachter Iraker, der verzweifelt nach einem Zug raus aus Deutschland suchte.

Auch das ermunternde Zureden vieler Helfer vor Ort, die den Flüchtlingen erklärten, dass dieser Ausnahmezustand in drei Wochen schon wieder vorbei sei, half nichts. Bis gestern Abend flohen allein rund 15.000 Menschen von München ins Ausland. Gerüchte darüber, dass unter ihnen auch etwa 7.000 Einheimische gewesen sein sollen, wollte bis heute Vormittag allerdings niemand bestätigen.

(JME/Foto: „Oktoberfest 2005 – inside Löwenbräufestzelt“ by Andreas Steinhoff. [Licensed under Attribution via Wikimedia Commons])

Artikel erschien erstmals am 21.09.15

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