Regierung erhält Metalogik-Nobelpreis für ihre Flüchtlingspolitik

Berlin/Stockholm (EZ) | 18. September 2015 | Der diesjährige Nobelpreis für Metalogik geht an die deutsche Bundesregierung. Ausgezeichnet wird das unerklärliche Hin und Her der Regierung in der Flüchtlings- und Einwanderungspolitik, die Irritationen und Zuspruch zugleich hervorruft. Flüchtlinge rein, einzelne wieder raus, ein paar Tausend aus Österreich rein, ein paar Hundert zurück in sichere Herkunftsländer, die vor zwei Monaten noch keine sicheren Herkunftsländer waren, Verkehrsminister Dobrindt sagt: „Die Aufnahmegrenze ist erreicht“, Kanzlerin Merkel sagt: „Es gibt keine Aufnahmegrenze“, tausende Flüchtlinge werden ohne Kontrolle hereingelassen, dann wird das Asylgesetz deutlich verschärft, Einwanderungsgesetz ja, Einwanderungsgesetz nein, Merkel verurteilt Vikor Orbán, Horst Seehofer trifft ihn zu Konsultationen und stärkt ihm den Rücken und dennoch herrscht Einigkeit in der Regierung: Die schwedische Nobelpreisakademie fand viele Punkte, um ihre Wahl zu begründen.

Nun erhält die Bundesregierung den wenig bekannten Nobelpreis für Metalogik. In der Begründung heißt es unter anderem: „Kaum zu durchdringen, selbst für Experten nicht zu durchschauen und für alle anderen schlicht nicht zu verstehen: Die Linie der deutschen Regierung unter Kanzlerin Angela Merkel hat mit ihrer Flüchtlingspolitik ein neues Standardwerk für angewandte Metaphysik geschaffen, das seinesgleichen sucht.“



Die Preisträger reagierten sehr unterschiedlich auf die Auszeichnung. Während Merkel verlauten ließ, dass sie sich sehr darüber freue, sagte Vizekanzler Gabriel, dass er keine Ahnung habe, was dieser Preis bedeutet.
Weitere Stimmen aus der Regierung:

Horst Seehofer (CSU): „Die Regierung sollte den Preis nicht annehmen.“
Frank-Walter Steinmeier (SPD): „Wir sollten mehr solcher Preise bekommen.
Thomas de Maizière (CDU): „Ein Preis, der gerechtfertigt ist.
Andrea Nahles (SPD): „Eine Schande, hierfür ausgezeichnet zu werden.
Ursula von der Leyen (CDU): „Was ist Metalogik?
Heiko Maas (SPD): „Ich stimme Herrn Steinmeier zu.
Gregor Gysi (die LINKE): „Ich bin Teil dieser Regierung? Oh.

(JME/Foto: „Angela Merkel, Sigmar Gabriel, Frank-Walter Steinmeier, Christian Schmidt, Ursula von der Leyen (Tobias Koch)“ by Tobias Koch – OTRS. [Licensed under CC BY-SA 3.0 de via Wikimedia])