Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Gott meint, dass Fremdenhass und Tränengas keine christlichen Werte sind

Haben die christlichen Werte schon am eigenen Leib erfahren: Flüchtlinge an der ungarisch-serbischen Grenze.


Budapest (EZ) | 17. September 2015 | In einer kurzen Mitteilung auf Stein hat Gott darauf hingewiesen, dass Fremdenhass, Gewalt, Wasserwerfer und Tränengas seiner Meinung nach nicht zu den christlichen Werten gehören, die es gegen den Einwandererstrom zu verteidigen gilt. Da die Steintafel vor dem Sitz des Ministerpräsidenten in Budapest gefunden wurde, mutmaßt man, dass Gott damit Ungarns Vorgehen gegen Flüchtlinge anspricht. Die christlich geprägte Polizei setzt Wasserwerfer und Tränengas ein, um Kinder, Jugendliche, Frauen, Männer und Alte von der Grenze fernzuhalten.

Es herrsche offensichtlich die Meinung vor, zu den christlichen Werten Europas gehöre Abneigung, Irrationalität, Dummheit und Gewaltbereitschaft. Dem sei aber nicht so, schrieb Gott in Großbuchstaben und mit reichlich Ausrufezeichen versehen. Die Mitteilung wurde auch auf God+ verbreitet.



Eigentlich, so Gott, finde er, dass man auch mal nett miteinander umgehen könnte und nicht immer gleich das Schlimmste von anderen Menschen annehmen müsse. Außerdem, so steht dort geschrieben, sei gegen eine Islamisierung Europas nichts einzuwenden. Er kenne Muslime, die eigentlich ganz gute Menschen seien und die einfach nur mit ihren Familien und Freunden in Ruhe leben wollen.

Ungarns Regierung weigert sich bislang, die Steintafel anzuerkennen, weil die einzelnen Punkte mit arabischen Zahlen nummeriert sind. Außerdem muss Gott nun mit einer Anzeige rechnen, da er offensichtlich ohne Berechtigung ins Land kam.

(BSCH/Foto: „Migrants in Hungary 2015 Aug 018“ von Photo: Gémes Sándor/SzomSzed – http://szegedma.hu/hir/szeged/2015/08/migransok-szazai-ozonlenek-roszkerol-szegedre.html. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Mission News Theme von Compete Themes.