Bayern klagt: „Können nicht alle Bundespolizisten aufnehmen“

München (EZ) | 15. September 2015 | Dramatischer Appell aus Bayern: Mehrere Gemeinden befürchten noch deutlich mehr Bundespolizisten, die untergebracht und versorgt werden müssen. „Wir stoßen langsam an unsere Grenzen,“ klagt ein Bürgermeister aus dem Grenzgebiet zu Österreich. „Wir können schlicht nicht noch mehr Bundespolizisten menschenwürdig unterbringen.“ In vielen Gemeinden seien die Aufnahmekapazitäten bereits erreicht. „Wir sind doch nicht das Polizeiamt der Welt!“

Seit Sonntag sind plötzlich hunderte Bundespolizisten in die vielfach sehr kleinen Kommunen „eingefallen“, berichtet ein besorgter Bürger. „Wo sollen die alle hin? Ich habe echt nichts gegen Polizisten, aber was zu viel, ist zu viel!“



„Die Beamten rotten sich regelrecht zu Rudeln zusammen und sind teilweise gewaltbereit,“ schreibt uns ein Familienvater. „Und alles Männer! Wo sind denn die angeblich ach so vielen Frauen, die bei der Polizei arbeiten? Wo?“ Die meisten von ihnen hätten gar ein Smartphone.

Innerhalb weniger Tage haben sich Stadtbilder komplett verändert. Die meisten der Bundespolizisten kommen zudem aus fremden Kulturen wie Nordrhein-Westfalen und Hessen. „Wo soll das enden? Wie viele sollen wir noch aufnehmen?“

Schuld an der Entwicklung soll die Landesregierung sein. „Der Seehofer hat geradezu die Türen aufgemacht für dieses Pack, der soll mal seine Wohnung für die Bundespolizisten freigeben!“, schreit ein aufgeregter Bayer ins Forum von focus.de.



Und der Zuzug von uniformierten Beamten ist noch lange nicht am Ende. Für die kommenden Tage werden erneut hunderte Polizisten erwartet, die im grenznahen Gebiet untergebracht und verpflegt werden wollen. Politik und Verwaltung wagen zurzeit keine Prognosen.

(JPL/Foto: Bundespolizei)