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Viel spannender: Erste Nachrichtenportale setzen Leserkommentare über die Artikel

Spiegel.de, Der Postillon und focus.de sind natürlich wieder ganz vorne mit dabei.


Tübingen (EZ) | Eine Studie hat herausgefunden, dass sich viele Internetbenutzer kaum noch für die Artikel auf einigen Nachrichtenseiten interessieren, sondern vermehrt direkt nach unten scrollen, um die Kommentare zu lesen oder selbst welche zu verfassen. Nun haben die ersten Portale reagiert und die Kommentarfunktion über die eigentlichen Artikel gestellt.

Erst kürzlich wurde bekannt, dass Kommentare die wahrgenommene Qualität von Nachrichten oft negativ beeinflussen. Nun wurde eine Studie der Universität Tübingen veröffentlicht, in der behauptet wird, dass Nachrichten generell kaum noch auf großes Interesse bei Lesern stoßen. Vielmehr würden häufig nur noch die Artikel angeklickt, die möglichst viele Leserkommentare aufweisen. Diese seien oft spannender und bieten den Internetnutzern die Möglichkeit, andere User zu beschimpfen und zu beleidigen oder generell den Inhalt des Artikels in Frage zu stellen und zu verreißen.



Die ersten Nachrichtenseiten haben bereits auf die Ergebnisse der neuen Studie reagiert und die Kommentarfunktion über die Artikel gestellt, sodass die Leser nicht erst umständlich nach unten scrollen müssen und womöglich noch einen Blick auf den zu kommentierenden Artikel erhaschen.

Stattdessen können sie sich umgehend an den Diskussionen um den entsprechenden Artikel beteiligen und einen Kommentar hinterlassen.

Weitere Portale kündigten ähnliche Vorgehensweisen an.

Lediglich bei der EZ besitzt bedauerlicherweise niemand das technische Know-how, um die Kommentarfunktion über die Artikel zu setzen, sodass die Leser auf dieser Seite auch weiterhin zunächst den Artikel sehen, bevor sie kommentieren können.

(JPL/Bild: Screenshots spiegel.de, focus.de, der-postillon.com)

Artikel erstmals veröffentlicht am 18.08.2015

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