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“Dann halt wieder ISIS” – Medien bereiten sich auf Zeit nach Griechenlandkrise vor

Berlin/Athen/Brüssel (EZ) | 25. Juni 2015 | Die Medien bereiten sich langsam auf die Zeit nach der in Bälde beendeten Schuldenkrise Griechenlands vor. Hoch im Kurs steht derzeit die Terrormiliz "Islamischer Staat" als tage- und seitenfüllender Inhalt.

Ein mögliches Symbolbild wurde auch schon gefunden. Ein mögliches Symbolbild wurde auch schon gefunden.

Schon bald brauchen die deutschen Medien wieder neue Aufmacher für ihre Startseiten, Sendeminuten und Titelseiten. Deswegen trifft sich die Branche derzeit in Berlin, um sich abzusprechen und über die Inhalte nach der Griechenlandkrise zu konferieren.

“Die Zeit wird langsam knapp,” so Matthias Döpfner, Chef des Springerkonzerns. “Kommende Woche werden zumindest für einige Tage die Nachrichten aus Griechenland versiegen, da müssen wir uns langsam etwas einfallen lassen.” Pessimistischere Medienmacher, wie beispielsweise Stefan von Holtzbrinck, dessen Verlagsgruppe u.a. den Tagesspiegel und das Handelsblatt herausgibt, spricht davon, dass man sogar mehrere Wochen ohne Griechenland überbrücken müsse.

Gestern Abend begann die dreitägige Konferenz der deutschen Medien. Schon heute konnte man erste Ergebnisse sehen: mehrere große Verlage und Zeitungen haben damit begonnen, ihre Leser und Konsumenten wieder für die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) zu begeistern – zunächst noch behutsam und noch nicht allzu groß, aber das soll sich nächste Woche spätestens ändern.

“Die Leser können sich jetzt schon sicher sein, dass sie auch nach dem Griechenlandthema wie gewohnt voreilig und unzureichend informiert werden,” so Döpfner, dessen Haus unter anderem DIE WELT und BILD herausbringt.

(BSCH/Foto: „İD bayrağı ile bir militan“ von Unbekannthttp://www.amerikaninsesi.com/content/suudi-arabistanda-93-isid-militani-tutuklandi/2739372.html. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.

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