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US-Waffenindustrie stellt Pistole vor, die nur Weiße tötet

19. Juni 2015 ·

Dylann R. Der 21-Jährige wird von der Polizei für das Massaker in einer Kirche verantwortlich gemacht.

Washington, D.C. (EZ) | 19. Juni 2015 | Nach dem Massaker in Charleston, bei dem neun Schwarze erschossen wurden, knicken die Waffenhersteller ein. Sie präsentierten heute eine Waffe, die ausschließlich Weiße töten soll. Präsident Obama musste sich gestern sichtlich zu den richtigen Worten durchringen. Das Attentat in einer Kirche, bei der in der Nacht zu gestern neun Menschen – allesamt Schwarze – umgebracht wurden, erschütterte ihn und viele andere Amerikaner. Der Anschlag reiht sich ein in eine ganze Reihe von Verbrechen, die rassistisch motiviert waren.

Nun hat sich auch die US-Waffenindustrie geäußert. Zwar weichen die Hersteller nicht von ihrem Standpunkt ab, wonach nicht Waffen, sondern Menschen für die furchtbaren Taten verantwortlich seien. „Aber wir wollen unseren Beitrag leisten zu einer sicheren Welt,“ heißt es in einer Mitteilung, die heute verbreitet wurde.

Gemeinsam haben die größten Waffenproduzenten eine Pistole entwickelt, die nur Weiße töten soll. „Zielt damit ein weißer Fanatiker auf Schwarze Personen, wird diese Person unter Umständen zwar schwer verletzt. Aber sie wird überleben.“ Möglich mache das eine „sündhaft teure Technologie,“ heißt es weiter.

Die Pistole wird schon bald zu erwerben sein. „Und sie wird die billigste Waffe auf dem Markt sein, damit jeder sie sich leisten kann.“ Zur Markteinführung werde sie sogar an Rassisten verschenkt, zusammen mit passender Munition – „Wir wollen ja nicht, dass sich so ein Attentat wie in Charleston wiederholt.“

Die Regierung begrüßte den Schritt der Waffenhersteller in einer ersten Reaktion. Dennoch hieß es, dass die Polizei zunächst nicht mit den neuen Waffen ausgerüstet werden soll.

(JPL/Foto: arrests.org/Polizei Charleston SC)


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