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Nur sieben Länder fehlten: Putins G186-Gipfel in Moskau voller Erfolg

8. Juni 2015 ·

Ähnlich entschlossen wie dieser Blick des russischen Präsidenten ging es auf dem ersten G186-Gipfel in Moskau zu.
Ähnlich entschlossen wie dieser Blick des russischen Präsidenten ging es auf dem ersten G186-Gipfel in Moskau zu.

Moskau (EZ) | 8. Juni 2015 | Der Gipfel aller Nationen minus den G7-Staaten war nach Ansicht des Organisators Wladimir Putin ein voller Erfolg. Es wurden erhebliche Schritte bei den Krisen im Nahen Osten, in Syrien und in der Ukraine vereinbart, die Schuldenkrise Griechenlands ist nun so gut wie beigelegt und der Kampf gegen die Klimaerwärmung kommt voran.Beinahe alle Staatschefs auf einem Haufen, das gab es noch nie: dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ist dieses Meisterwerk gelungen. Am Wochenende versammelten sich die Regierungschefs der sogenannten „Gruppe der 186“ zu ihrem ersten Gipfel in der russischen Hauptstadt.

„Leider konnten die Kollegen aus Deutschland, Italien, Frankreich, den USA, Kanada, Japan und Großbritannien wegen Terminproblemen nicht teilnehmen,“ so Putin nur leicht bedauernd. „Damit konnten wir aber gut leben.“ Brauchbare Ergebnisse seien mit ihnen eh nicht zu erwarten gewesen.

Der von Putin organisierte Gipfel, zu dem alle in der UNO vertretenen Staaten plus den Palästinensern, Kosovo, Vatikanstadt, die Türkische Republik Nordzypern und auch Taiwan eingeladen waren, entpuppte sich als Erfolg. „Im Kampf gegen den Islamischen Staat sind wir nun einen entscheidenden Schritt weiter, nachdem sich der Iran, Saudi-Arabien, der Irak und Syrien mal ein paar Stunden an einen Tisch gesetzt haben,“ so Putin. Ähnliche Fortschritte gibt es in der Palästinenser-Frage: „Alles geregelt. Die Fidschi-Inseln hatten da einen ziemlich guten Vorschlag, den vorher irgendwie niemand so recht hören wollte.“

Libyen und Irland brachten gemeinsam eine Road-Map ein, die den Weg Griechenlands aus der gegenwärtigen Schuldenkrise zeichnet. „Darüber werden wir nun noch mal gesondert reden müssen“, so Premierminister Alexis Tsipras. „Aber das ist eine gute Idee!“

Heikel wurde es kurz, als Gastgeber Putin auf seinen ukrainischen Amtskollegen traf. Aber auch hier sei man sich entscheidend näher gekommen und sei nun nah an einer Lösung dran.

Man werde diesen Gipfel nun regelmäßig veranstalten, sagte Putin. Vielleicht, so die leise Hoffnung, stoßen dann die anderen sieben Länder dazu.

(JPL/Foto: kremlin.ru)


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