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Bemerkenswert: Mehrheit der Lokführer hat Grund für Streiks mittlerweile vergessen

23. April 2015 ·

Ein leerer Bahnhof. Derzeit wieder häufiger in Deutschland zu beobachten.
Ein leerer Bahnhof. Derzeit wieder häufiger in Deutschland zu beobachten.

Frankfurt a.M. (EZ) | 23. April 2015 | Seit Dienstag streiken erneut die Lokführer. Es ist der bereits siebte Streik der GDL seit Sommer 2014. Nun ergab eine Umfrage, dass mehr als 75 Prozent der Lokführer die Gründe für den Streik nicht mehr genau benennen können. Darunter auch GDL-Chef Claus Weselsky.

Wieder stehen seit Tagen hunderte Züge still. Die GDL hat ihre Verhandlungen mit der Deutschen Bahn erneut für gescheitert erklärt. Bis einschließlich morgen soll gestreikt werden.

Die genauen Gründe für den Streik kann jedoch kaum noch ein Lokführer benennen. Wie eine Umfrage ergab, wissen viele nur noch, dass sie mit der jetzigen Situation „irgendwie nicht zufrieden sein sollen“.

GDL-Chef Weselsky erklärte: „Unsere Forderungen wurden wieder einmal von Seiten der Deutschen Bahn nicht erfüllt.“ Angesprochen darauf, was genau diesmal gefordert werde, antwortete Weselsky „Wie wir bereits seit fast einem Jahr verlangen, wollen wir mehr…wir wollen, dass alle Lokführer….und fairer….wir streiken!“

Ein Lokführer, der seinen Namen nicht nennen will, sagte gegenüber Einer Zeitung, dass er und viele seiner Kollegen nur noch das Wort „Streik“ hören, ohne überhaupt noch zu wissen, warum sie wieder nicht arbeiten dürfen. „Ich glaube es geht um mehr Geld. Und mehr Urlaub. Aber was weiß denn ich?!“

Unterdessen kündigte Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber an, das erste Angebot von vergangenem Sommer wieder hervorzuholen. „Keiner weiß mehr, was drin stand, aber wir sind zuversichtlich, dass wir Herrn Weselsky damit überzeugen können.“

(JME/Schlockerwitz [CC BY 3.0])


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