Nach Skandal um fehlerhafte Haaranalysen: USA wollen zu Unrecht hingerichtete Häftlinge wiederbeleben

21. April 2015 ·

Symbolbild
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Washington, D.C. (EZ) | 21. April 2015 | Es ist einer der größten Justizskandale der US-Geschichte. Jahrelang erstellte das FBI fehlerhafte Gutachten anhand von Haaranalysen und brachte somit zahlreiche unschuldige Menschen hinter Gitter. Einige wurden sogar zum Tode verurteilt. Nun sollen die  bereits unschuldig hingerichteten Häftlinge Als Entschädigung wiederbelebt werden.

Gestern wurde bekannt, dass das FBI seit Jahrzehnten falsche Haaranalysen lieferte, was zu zahlreichen Verurteilungen unschuldiger Menschen führte. Alleine 32 Angeklagte wurden wegen fehlerhafter FBI-Gutachten zum Tode verurteilt. 14 von ihnen wurden bereits hingerichtet oder starben im Gefängnis.



Nun versprachen die USA Wiedergutmachung. Justizminister Eric Holder kündigte an, dass man vor allem gegenüber der zu Unrecht hingerichteten Häftlingen ein schlechtes Gewissen habe. „Deshalb werden wir unsere besten Mediziner, Forensiker und Archäologen mobilisieren und die 14 Verstorbenen wiederbeleben, sodass sie ein neues faires Verfahren erhalten.“

Er wisse zwar, dass vor allem eine Wiederbelebung der bereits vor über 20 Jahren hingerichteten Angeklagten nicht ganz unproblematisch sei, doch „wir werden unser Menschenmöglichstes tun, damit die Gerechtigkeit obsiegt.“ Dies sei schließlich immer schon oberste Priorität der Vereinigten Staaten gewesen, so Holder abschließend.

(JME/Foto: Chris Pearson [Lizenziert unter CC BY 2.0 über Wikimedia Commons]) 



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