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Angehörige von Absturzopfern sorgen sich um hysterischen Zustand deutscher Journalisten und Redakteure

25. März 2015 ·

Ein Rudel Journalisten (Symbolbild).
Ein Rudel Journalisten (Symbolbild).

Berlin (EZ) | 25. März | Angehörige der Absturzopfer der Germanwingsmaschine machen sich große Sorgen um hysterische und offensichtlich besinnungslose Berichterstatter von praktisch allen Medien. Die bemitleidenswerten Journalisten seien komplett verwirrt und könnten wegen der Tragödie offenbar nicht denken, heißt es. Deutsche Medienvertreter sind nach dem Absturz der Maschine der Fluggesellschaft Germanwings gestern Vormittag am Rande der Zurechnungsfähigkeit. Praktisch alles, was bezüglich des Unglücks zu vermuten ist, wird auch geschrieben, gesendet und gesagt. Viele Angehörige der Opfer machen sich deshalb mittlerweile große Sorgen um den Zustand der Journalisten und Redakteure.

„Sie sind nicht mehr in der Lage, Informationen zu verarbeiten oder auch nur nachzudenken,“ so ein Mann am Flughafen Düsseldorf. „Ich habe eine Redakteurin von focus.de gesehen, die ganz augenscheinlich nach der Tragödie ihren Verstand verloren hat und nur noch Mutmaßungen und unbestätigte Gerüchte in den Liveticker hacken konnte.“

Vor seinen Augen sei ein Reporter der ARD in Panik ausgebrochen. „Er hatte von einem RTL-Kollegen von einer amerikanischen Webseite gehört, die angeblich über einen Terrorverdacht berichtete, über den Bild Online getwittert haben soll.“ Das hat der ARD-Mann dann schnell in die Kamera gesagt. „Später stellte sich das als falsch heraus, es war nicht Bild Online, sondern der Blick.“ Daraufhin kam ein Mitarbeiter des Flughafens, der den Reporter in einen abgeschirmten Bereich des Areals führte und dort vor den neugierigen Blicken der Opfer-Angehörigen geschützt wurde.

Zahlreiche andere Angehörige kümmerten sich liebevoll um die im Verlauf des Tages immer wahnsinniger werdende Medienmeute. „Die konnten irgendwann gar nicht mehr anders, als durchzudrehen und immer neue Mutmaßungen zu sagen und zu schreiben.“ Mehrere Journalisten waren schnell am Rande des Nervenzusammenbruchs, weil sie sich keine neuen Gerüchte und Absturztheorien ausdenken konnten.

Heute sind hunderte Reporter noch immer im Ausnahmezustand. Viele haben kaum geschlafen, weil sie sich die ganze Nacht neue Betroffenheitsgesichter ausgedacht haben oder Facebook und andere Netzwerke nach Fotos der zu Tode gekommenen Schüler durchforstet haben.

(BSCH/Foto: „Journalisten„. Licensed under CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons.)


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