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Bochum bewirbt sich als nächster IS-Anschlagsort

13. März 2015 ·

Das Rathaus in Bochum.
Das Rathaus in Bochum.

Bochum/Mossul (EZ) | 13. März 2015 | Warum immer nur die großen und bekannten Städte? Bochum will von dem aktuellen IS-Hype profitieren und hat nun die Anschlagseignung der Stadt in einer schönen Hochglanzmappe gepriesen. Paris, London, Rom, Berlin, Washington – es sind immer dieselben Städte, die der IS bedroht. Die eher unscheinbare Stadt Bochum will dieser Provinzverachtung nicht länger tatenlos zusehen und hat sich offensiv als Ort des nächsten Anschlags beworben.

Bochum biete viele öffentliche Plätze und Gebäude, die sich hervorragend eigneten, heißt es in einer aufwändig gestalteten Bewerbungsmappe, die nun an alle relevanten IS-Führer ging. Die Infrastruktur der Stadt sei gut geeignet, um nach dem Anschlag schnell wieder zu verschwinden – als mögliche Fluchtorte werden Dortmund, Essen und das benachbarte Ausland genannt.

Anschlagsziele könnten die Universität und das Rathaus sein, auch die Christuskirche wird genannt.

Zwar wisse die Stadt, dass sie bislang nicht als attraktives Ziel für Terroristen galt. „Aber versuchen sollten wir’s mal,“ so ein Sprecher der Bürgermeisterin, die sich schon in einem sicheren Schutzraum befindet.

Für die Stadt hätte ein Anschlag viele Vorteile: weltweite Aufmerksamkeit und Solidarität wären ihr sicher, mit dem Imagegewinn als Opferstadt könnte man zu Metropolen wie Madrid, Paris und London aufschließen. Ein Mehrwert, der mit herkömmlichen Werbemaßnahmen nicht zu erreichen wäre.

Umfragen zufolge unterstützen aber nur etwa 10 Personen die Bewerbung. Vom IS heißt es, man nehme die Bewerbung zur Kenntnis, könne aber nichts versprechen. Zunächst einmal sei jede Stadt in Europa ein potenzielles Ziel. Der Bewerbung werden von Experten deshalb kaum Chancen zugerechnet.

(JPL/Foto: „Bochum – Willy-Brandt-Platz + Rathaus 03 ies“ von Frank Vincentz – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.)


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