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Nach Freispruch: Edathy möchte sich beruflich zukünftig vermehrt der Fotografie widmen

4. März 2015 ·

Sieht seine Zukunft in der Fotografie: Ex-SPD-Bundestagsabgeordnetr Sebastian Edathy
Sieht seine Zukunft in der Fotografie: Ex-SPD-Bundestagsabgeordneter Sebastian Edathy

Verden (EZ) | 4. März 2015 | Der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy versucht nach seinem Freispruch im Kinderporno-Prozess wieder ein normales Leben zu führen. Über seine Facebookseite ließ er mitteilen, dass er der Politik den Rücken kehren und sich stattdessen vermehrt der Fotografie widmen möchte.

Am Montag hat das Landgericht Verden den Prozess gegen Sebastian Edathy eingestellt. Er gilt als nicht vorbestraft und muss lediglich 5.000 Euro an den niedersächsichen Kinderschutzbund zahlen, was dieser jedoch nicht annehmen möchte, wie heute bekannt wurde.

Edathy selbst möchte sich nun zunehmend aus der Öffentlichkeit zurückziehen und wieder ein normales Leben führen. Auf seiner Facebookseite kündigte er an, „aus eigenen Stücken und trotz Bittten zahlreicher Parteifreunde“ aus der SPD austreten zu wollen. Er plane eine komplette berufliche Neuorientierung.

„Seit jeher bin ich ein großer Freund der Fotografie“, so Edathy in einem weiteren Facebook-Post. „Die Natur bietet wunderschöne Motive, die man nur im richtigen Augenblick einfangen muss, um sie für die Ewigkeit festzuhalten.“

Es habe ihn in der Vergangenheit häufiger gestört, dass er oft lange und umständlich nach Fotografien suchen musste, die seine Seele berührten. Deshalb strebe er nun selbst eine Karriere als Fotograf an. „Nur dann kann ich selber darüber entscheiden, was ich ablichten möchte und was nicht.“

Er plane nun eine professionelle Ausbildung zum Fotografen zu beginnen, und somit auch seine berufliche Zukunft abzusichern. Die ersten Bewerbungen wurden bereits verschickt, wie Edathy in einem dritten Facebook-Post bestätigte.

(JPL/Foto: blu-news.org [Lizenziert unter CC BY-SA 2.0 über Wikimedia Commons])


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