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Tausende Regierungsbeamte wollen freiwillig die Kondompflicht in Bordellen kontrollieren

5. Februar 2015 ·

Ein Bordell.
Ein Bordell.

Berlin (EZ) | 5. Februar 2015 | Die Bundesregierung atmet auf: die angekündigte Kondompflicht für Freier kann ordnungsgemäß durchgesetzt werden, weil sich spontan tausende Mitarbeiter der Regierung bereit erklärten, die Einhaltung dieser Pflicht zu kontrollieren.Gestern hat sich das Kabinett darauf geeinigt, in Bordellen eine Kondompflicht einzuführen. Ungeschützter Sex mit Prostituierten soll damit der Vergangenheit angehören.

Einzig die Frage, wie die neue Verordnung kontrolliert und durchgesetzt werden sollte, hat anfangs Fragen aufgeworfen. Aber auch das ist nun geregelt: mehrere tausend Beamte und Angestellte der Bundesregierung, der Ministerien und sonstiger Behörden haben sich spontan bereit erklärt, die Kondompflicht vor Ort in den Bordellen zu überprüfen – und das auch noch unentgeltlich.

Die Bundeskanzlerin zeigte sich mehr als erfreut über den pflichtbewussten Einsatz ihrer Mitarbeiter. Sie hätte niemals mit so viel Engagement gerechnet, teilte sie mit. Unter den freiwilligen Kondompflichtüberprüfern sei sogar das halbe Kabinett, berichtet sie stolz.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles ist ebenfalls überwältigt von den vielen Anfragen, auch aus ihrem Haus und von ihrer Partei, der SPD. Nahles schlägt vor, die Zeit, die die Männer zur Kontrolle in den Bordellen verbringen, als unbezahlten Urlaub zu betrachten, damit die Kollegen zumindest versichert sind.

Dass so viele Regierungsbeamte, Minister, Staatssekretäre, Polizeibeamte und Angestellte ohne Sondervergütung bereit sind, die Durchsetzung eines Gesetzes zu gewährleisten, erfüllt auch den Bundespräsidenten mit Stolz, wie Joachim Gaucks Büro mitteilte. „Sie zeigen damit den wahren Geist, den eine Republik braucht,“ so Gauck. Er selber werde auch das ein oder andere Mal die Kondompflicht überprüfen.

Besorgnis erregend sei allerdings, so Kanzlerin Merkel, dass unter all den Freiwilligen keine einzige Frau sei. „Da müssen wir nochmal mit den weiblichen Mitarbeitern reden.“

(JPL/Foto: „Zugangstüren in einem Bordell“ von UsienEigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.)


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