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Bundesregierung will sich Kosten für Einheitsfeier von Ostdeutschen wieder holen

10. November 2014 ·

Alleine die insgesamt knapp 8.000 Ballons sollen Kosten in Millionenhöhe verursacht haben.
Alleine die insgesamt knapp 8.000 Ballons sollen Kosten in Millionenhöhe verursacht haben.

Berlin (EZ) | 10. November 2014 | Die großen Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag des Mauerfalls waren ein voller Erfolg. Doch nun könnte es vor allem für viele Ostdeutsche einen bitteren Beigeschmack geben. Denn Bundeskanzlerin Merkel kündigte heute an, dass die Regierung die entstandenen Kosten im Millionenhöhe nicht alleine tragen werde und sich die Einwohner in den neuen Bundesländern daran beteiligen sollen. 

Geplant ist ein sogenannter “Danke für alles” Zuschlag, kurz: Dafüal-Zuschlag, der sich am Gehalt der Bürger orientiert und ähnlich wie der Soli-Zuschlag monatlich abgeführt werden soll. “Dies passiert so lange, bis wir die Kosten für die opulente und wirklich sehr beeindruckende Einzheitsfeier vom Wochenende wieder drin haben”, erklärte Merkel heute Vormittag.

Vor allem die Lichtinstallation der knapp 8.000 Ballons, die die Mauer nachbildeten und gestern Abend schließlich in die Luft logelassen wurden, war “nicht sehr billig”, so die Kanzlerin weiter.

Noch unklar sei, ob pauschal alle aktuellen Einwohner im Osten Deutschlands den Dafüal-Zuschlag leisten müssten, oder ob es nur jene Bürger betrifft, die bis vor 25 Jahren in der DDR lebten. Letzteres wäre laut Merkel aber schwer nachzuverfolgen. “Hätte es damals nur irgendeine Behörde gegeben, die alle Bürger erfasst und kontrolliert, wäre es heute deutlich einfacher gewesen”, bedauert die Bundeskanzlerin.

In der Bevölkerung kommt die Forderung der Regierung überwiegend gut an. Vor allem viele Westdeutsche begrüßen den Dafüal-Zuschlag aus dem Osten und fordern, ihn auch für zahlreiche andere öffentlichenVeranstaltungen in der gesamten Bundesrepublik anzuwenden.

(BSCH/Foto: Miriam Guterland [bearbeitet; CC BY-SA 3.0])


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