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Medienkritische Putinversteher und Nato-Gegner finden tendenziöse GDL-Berichte “gar nicht so übel”

6. November 2014 ·

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Berlin (EZ) | 6. November 2014 | Leser, die sich seit Monaten über die angeblich tendenziöse Berichterstattung der etablierten Medien zu den Themen Ukraine, Putin, MH370 und Gaza-Krieg aufregen und ihren Unmut darüber loswerden, finden die tendenziösen Berichte über die GDL und ihren Chef Weselsky “gar nicht so übel.” 

“Ist doch ganz klar, wer die Suppe eingebrockt hat. Dieser raffgierige Weselsky. Steht doch auf spiegel.de”, sagt auf Nachfrage ein fleißiger Onlinekommentierer, der vor kurzem noch die deutschen Medien als Nato-Sprachrohr bezeichnet hat, weil sie die jüngste Abstimmung in der Ostukraine kritisiert hatten. “Und das stimmt auch nach wie vor: die Absichten der Nato und des Westens werden in dem Konflikt überhaupt nicht kritisch beleuchtet.”

Medien wie Spiegel Online, die BILD oder ProSieben geben dem GDL-Chef Claus Weselsky die Schuld an der verfahrenen Situation und unterstellen ihm Größenwahn. Die BILD forderte ihre Leser gar auf, bei Weselsky anzurufen und ihm die Meinung zu sagen; Focus Online veröffentlichte seine Privatadresse.

Brigitte L. hat vor Monaten beanstandet, dass der Spiegel sich zu sehr und zu schnell auf die Seite der neuen Kiewer Regierung gestellt habe. “Dadurch, dass Welt, Stern, Bild und wie sie alle heißen sich sofort auf Putin eingeschossen haben, haben die Mainstream-Medien jede Glaubwürdigkeit verloren”, sagt die Hausfrau. “Die Berichterstattung ist sowas von einseitig!” Am Ende des Gesprächs wünschte sie Claus Weselsky noch “an einen Pranger und dann ins Gefängnis”. Vorher würde sie ihm gerne noch “sein Gehalt streichen”. Sueddeutsche.de hat nämlich seine Bezüge öffentlich gemacht, und das sei “eindeutig zu hoch für so einen Drecksidioten”.

(JPL/Foto: EZ media services/Screenshot bild.de)


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