Nordkoreas Wissenschaftler haben Kim Jong-un zum ersten unsichtbaren Herrscher der Welt gemacht

Pjöngjang (EZ) | 10. Oktober 2014 | Nordkoreas Führung verkündete heute, dass es ihren Wissenschaftlern gelungen ist, Machthaber Kim Jong-un unsichtbar zu machen. Damit hat das Land den ersten komplett unsichtbaren Präsidenten der Welt. Seit Wochen sah man Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un nicht mehr in der Öffentlichkeit; zuletzt fehlte er augenscheinlich sogar bei den Feierlichkeiten zur Gründung der Arbeiterpartei. Aber: wie nordkoreanische Funktionäre nun erklärten, sei Kim nicht spurlos verschwunden, sondern wurde in einer langwierigen Prozedur unsichtbar gemacht.

„Wir können heute mit Stolz verkünden, dass unsere überlegenen Wissenschaftler ein Verfahren entwickelt haben, Menschen komplett unsichtbar zu machen,“ sagte ein hoher Beamter der Regierung in Pjöngjang. „Damit wird es dem Großen Führer möglich sein, überall auf der Welt die Interessen der Volksrepublik durchzusetzen.“



Den Angaben zufolge musste das Experiment geheim bleiben. Viele mutmaßliche Tötungen von Angehörigen des Staatsapparats in den letzten Monaten seien dem Sprecher zufolge darauf zurückzuführen, dass sich „enorm viele Freiwillige gemeldet haben, die das Verfahren an sich haben testen lassen, bevor der Präsident sich der Prozedur unterziehen lassen kann.“ Demnach gibt es nun viele Dutzend unsichtbare Menschen in Nordkorea, zum Beispiel den Onkel Kims, der Ende letzten Jahres spurlos verschwand, und viele Armeeangehörige.

Das Ausland zeigt sich angeblich beeindruckt. In nordkoreanischen Medien wird US-Präsident Barack Obama gezeigt, wie er zitternd und weinend die Volksrepublik um Vergebung für seine „rücksichtslose und imperialistische Politik“ bittet. Südkoreas Regierung soll unverzüglich ihre Waffen abgelegt haben und bat inständig um Verzeihung für alles, was sie Nordkorea angetan habe.

Ob Kim sich jemals wieder sichtbar im Land zeigt, ist ungewiss. Einem Sprecher zufolge sei er zurzeit unterwegs und bemüht sich, die ungefilterte Stimmung innerhalb des Volkes zu erkunden und zu sehen, was er vielleicht besser machen könnte.



(JPL/Foto: Regierung der Volksrepublik Korea)