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Deutsche Bahn erhebt “Verspätungsgebühr” von 2,8% auf Zugtickets

Berlin (EZ) | Die Deutsche Bahn wird zum Dezember die Fahrpreise im Nah- und Fernverkehr um 2,8% erhöhen. Das gab Personenverkehrsvorstand Berthold Huber gestern bekannt. Grund dafür ist die sogenannte 'Verspätungsgebühr', die gewährleistet, dass die Deutsche Bahn auch zukünftig ihren Passagieren zuverlässige Verspätungen anbieten kann.

“Die Gebühr wurde nötig, weil es in den vergangenen Monaten immer schwieriger wurde, die Kosten für Verspätungen im Zugverkehr alleine zu tragen”, so Huber. Technische Ausfälle, Sturmschäden, Streiks sowie Bauarbeiten auf den Gleisen, die regelmäßig für die beim Fahrgast gewohnte und eingeplante Unpünktlichkeit der Züge sorgten, könnten nicht länger nur von der Deutschen Bahn bezahlt werden. “Die Passagiere haben ein Recht auf Verspätungen. Dazu müssten sie jedoch auch ihren Teil beitragen”, so Huber weiter.

Mit der Verspätungsgebühr werde sichergestellt, dass auch künftig nahezu jeder dritte Zug außerplanmäßig eintrifft bzw. sogar komplett ausfällt.
“Wir haben durch die Gebühr die Möglichkeit, wieder vermehrt an den Zügen herumzubasteln und vereinzelt Klimaanlagen, Heizungen, diverse Leitungen oder die komplette Elektrik lahmzulegen”, erklärt Huber abschließend.

In der Öffentlichkeit kommt die Gebühr überraschend gut an. Karl-Peter Naumann vom Fahrgastverband Pro Bahn sagte gegenüber Einer Zeitung: “Um einen gleichbleibenden Service zu erhalten, den man von der Deutschen Bahn gewohnt ist, muss man manchmal eben auch Preiserhöhungen in Kauf nehmen. In diesem Fall ist das absolut angemessen.”

(JPL/Foto: „ICE 3 Fahlenbach“ von Sebastian Terfloth User:Sese_IngolstadtEigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 2.5 über Wikimedia Commons.)

Erstmals veröffentlicht am 02.10.2014

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1 Kommentar zu Deutsche Bahn erhebt “Verspätungsgebühr” von 2,8% auf Zugtickets

  1. Ich bin damit auch einverstanden. Man sollte die Verspätungsgebühr noch zeitmäßg staffeln. Schließlich benutze ich doch die Bahn bei drei Stunden Verspätung länger als bei dreißig Minuten. Die Bahn stellt also bei Verspätung ihre Bequemlichkeiten viel länger zur Verfügung und das muss seinen Preis haben.

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