Flüchtlinge fühlen sich in NRW „ganz wie Zuhause“

Düsseldorf/Burbach/Essen (EZ) | 29. September 2014 | Eigenen Angaben zufolge fühlen sich die Bewohner mehrerer Asylbewerber- und Flüchtlingsheime in Nordrhein-Westfalen „ganz wie Zuhause“. Vor allem Syrer seien von Heimatgefühlen überwältigt.

In einigen Flüchtlingsheimen in NRW fühlen sich die Bewohner, die mehrheitlich aus Syrien und Afghanistan stammen, mittlerweile ganz wie Zuhause. Das belegen auch einige Handyvideos, die vor wenigen Tagen an die Öffentlichkeit gelangten.



Darin sind Asylbewerber zu sehen, die ganz ähnliche Haltungen eingenommen haben, wie sie sie von ihren Heimatländern gewohnt sind. Auch der Umgangston zwischen Wärtern und Bewohnern erinnert die Flüchtlinge stark an ihre Heimat.

Mehrere Asylbewerber zeigten sich erstaunt darüber, haben sie doch erwartet, dass sie in Deutschland anders aufgenommen und behandelt würden als sie es bspw. aus Syrien kennen. „So aber fühle ich mich ganz wie in Homs, wo meine Familie nach wie vor lebt,“ so ein 23-jähriger Mann. „Ich kann mir ganz genau vorstellen, wie sich meine Schwestern und Brüder zuhause gerade fühlen und bin ihnen damit näher.“ Das lindere das Heimweh.

Auch Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger äußerte sich über die Berichte aus den Flüchtlingsheimen in seinem Bundesland. „Klar ist das nett, wenn in Not geratene Menschen bei uns erstens aufgenommen werden und zweitens sich nicht großartig eingewöhnen müssen,“ so der SPD-Politiker.



Andere Bundesländer sind nun unter Zugzwang, den Standard NRWs zu erreichen. Bayern und Sachsen haben bereits Beamte geschickt, um das Geheimnis der nordrhein-westfälischen Geborgenheit zu ergründen.

(JPL/Foto: Polizei Hagen)