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Deutschland liefert Ziegelsteine an Ukraine, um Mauerbau zu unterstützen

Kiew/ Berlin (EZ) | 4. September 2014 | Die Ukraine plant, eine Mauer entlang der Grenze zu Russland zu errichten. Unterstützt wird das Vorhaben von der Bundesregierung, die heute die Lieferung von Ziegelsteinen an die Ukraine beschloss. Zusätzlich will sie rund 1.500 ostdeutsche Maurer nach Kiew entsenden, um dem ukrainischen Volk beratend zur Seite zu stehen.

Die Bundesregierung wird neben Ziegelsteinen auch erfahrene und gut ausgebildete Maurer in die Ukraine schicken, um den Bau der geplanten Mauer zu unterstützen. Die Bundesregierung wird neben Ziegelsteinen auch erfahrene und gut ausgebildete Maurer in die Ukraine schicken, um den Bau der geplanten Mauer zu unterstützen.

Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk will eine Mauer entlang der rund 2.000 Kilometer langen Grenze zu Russland bauen. Nur so sei “echter Schutz” vor Russland gewährleistet.

Nun wurde bekannt, dass ausgerechnet Deutschland dieses Vorhaben mit einer Großlieferung an Ziegelsteinen unterstützen wird. Am Vormittag hat der Bundestag mit knapper Mehrheit entschieden, dass die Bundesrepublik nicht nur reichlich Baumaterial zur Verfügung stellen will, sondern zudem noch etwa 1.500 gut ausgebildete und erfahrene Maurer in die Ukraine schicken wird, damit die Mauer schnellstmöglich hochgezogen werden kann.

Experten des Auswärtigen Amtes haben zusammen mit Beamten des Bauministeriums bereits errechnet, dass für den etwa 2.000 Kilometer langen Schutzwall mehrere Millionen Ziegelsteine benötigt werden. Baumaterialhersteller aus dem ganzen Land wurden aufgefordert, sofort mit der Produktion zu beginnen.

Das Arbeitsministerium wird sich zudem mit etlichen Arbeitskräften beteiligen. “Die Ukraine hat keine Erfahrung mit Bauten dieser Größenordnung. Deshalb werden wir ostdeutsche Rentner schicken, die schon mal so etwas Ähnliches in Rekordzeit errichtet haben,” so Arbeitsministerin Andrea Nahles in einem Interview mit dem Deutschlandfunk.

Ukrainische Regierungsmitglieder begrüßen die angekündigte Hilfe aus Deutschland. “Unser antiimperialistischer Schutzwall wird schnell Formen annehmen, dafür danken wir sehr,” sagte Ministerpräsident Jazenjuk. “Jetzt fehlt nur noch Mörtel.”

(JME/Foto: Jamain [CC BY-SA 3.0])

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