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Deutschland schickt Waffen an schwarze US-Jugendliche, damit sie sich gegen Polizisten wehren können

15. August 2014 ·

Seit Tagen kommt es in der amerikanischen Stadt Ferguson zu Straßenschlachten zwischen Demonstranten und der Polizei.
Seit Tagen kommt es in der amerikanischen Stadt Ferguson zu Straßenschlachten zwischen Demonstranten und der Polizei.

Berlin (EZ) | 15. August 2014 | Die dramatischen Szenen in der amerikanischen Stadt Ferguson lassen die Bundesregierung nicht kalt: damit schwarze, männliche Jugendliche in den USA künftig eine Überlebenschance gegen Polizisten haben, wird Deutschland nun Waffen liefern.Erneut kam es in der Kleinstadt Ferguson im Staat Missouri zu schweren Auseinandersetzungen zwischen vornehmlich schwarzen Einwohnern und der Staatsgewalt. Hintergrund ist der Tod des 18-jährigen Michael Brown, der Samstagnacht von einem Polizisten erschossen wurde, obwohl er sich offenbar nicht strafbar gemacht hatte, keine Gefahr darstellte und zudem unbewaffnet war.

Die Bundesregierung will dem Treiben nicht weiter tatenlos zusehen. „Es ist nun zum wiederholten Male vorgekommen, dass Polizisten tödliche Gewalt gegen an sich Harmlose anwenden,“ sagte Sprecher Steffen Seibert. „Der Bundessicherheitsrat hat deshalb entschieden, deutsche Waffen zur Aufrüstung von männlichen schwarzen Jugendlichen zu liefern.“

„Die täglichen Berichte aus Amerika von Polizeigewalt vor allem gegen Minderheiten kann kein normaler Mensch einfach so hinnehmen,“ so Wirtschaftsminister und Vizekanzler Sigmar Gabriel. „Der Fall vom letzten Wochenende hat das Fass zum Überlaufen gebracht.“ Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier findet deutliche Worte, die er aber nicht in einer Zeitung zitiert sehen möchte.

Sogar Die Linke, ansonsten vehemente Gegner von Waffenlieferungen ins Ausland, will dem Beschluss zustimmen. „Eigentlich dürfen deutsche Waffen nur an Staaten und nicht an Privatpersonen geliefert werden, aber hier wollen wir mal eine Ausnahme machen. Schließlich geht es um Amerika.“

Eine ausreichende Bewaffnung schwarzer Jugendlicher, so die Hoffnung der Bundesregierung, dürfte das Gleichgewicht zwischen der schwarzen Bevölkerung und der Staatsgewalt wieder herstellen.

(JPL)


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