NSA sucht neuen Pressesprecher: halbe Bundesregierung hat sich auf die freie Stelle beworben

28. Juli 2014 ·

Der US-Geheimdienst NSA sucht einen neuen Pressesprecher.
Der US-Geheimdienst NSA sucht einen neuen Pressesprecher.

Fort Meade/Berlin (EZ) | 28. Juli 2014 | Es bahnt sich eine Kabinettsumbildung an: die halbe Bundesregierung hat sich auf die frei gewordene Stelle als Pressesprecher der NSA beworben. Die Minister können sich auch vorstellen als gesamtes Team zu arbeiten. Die US-Regierung findet die Idee dem Vernehmen nach „super“ und „verfolgenswert“.

„Es sind nicht unbedingt die 130.000 Euro Jahresgehalt, die mich reizen. Sondern eine Tätigkeit auszuüben, die ich im Grunde genommen schon lange mache und die ich ganz gut beherrsche,“ äußerte sich Innenminister Thomas de Maizière zu seiner heute bekannt gewordenen Bewerbung als Pressesprecher des amerikanischen Geheimdienstes NSA (zur Stellenausschreibung). Er könne sich auch vorstellen, die Stelle in Teilzeit neben seinem Hauptberuf in Berlin auszufüllen. „Seit einem Jahr mache ich das ja schon unbezahlt nebenher. Wenn wir da ein Modell fänden, das beide Tätigkeiten miteinander vereinen könnte, warum nicht?“



Auch einige SPD-Minister sollen heiß auf den Job sein. Justizminister Heiko Maaß, der sich in letzter Zeit mit subtiler NSA-Arbeit für den Posten beworben hat, ließ aus seinem Urlaub verlauten, dass er sich mittlerweile eine Team-Lösung vorstellen kann. „Wir kennen uns aus der gemeinsamen Arbeit in der Regierung, sind ein gutes, eingespieltes Team – gemeinsam könnten wir das Image der NSA doch gut verbessern, oder?“

Kanzleramtschef Peter Altmeier sagte, der Job in Berlin sei zwar fantastisch. „Aber Auslandserfahrungen wollte ich auch schon immer mal machen.“

Die US-Regierung äußerte sich auch schon. Ein Sprecher des Weißen Hauses sagte, Präsident Obama und NSA-Chef Michael Rogers haben sich bereits getroffen und überlegt, wie die ausgesprochene Expertise der deutschen Bewerber eingebracht werden könnte. „Wir haben, als wir die deutschen Bewerbungen bekommen haben, auch gleich Ronald Pofalla initiativ aufgefordert, sich seinen ehemaligen Kollegen anzuschließen. Das könnte wirklich ein gutes Team werden! Und Hans-Peter Friedrich, der sollte sich das auch mal überlegen.“



(JPL/Foto: NSA)

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