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Putin verspricht, die übernächsten Sanktionen ernst zu nehmen

24. Juli 2014 ·

Ist bereit, nach der übernächsten Sanktion einzulenken: Russlands Präsident Wladimir Putin.
Ist bereit, nach der übernächsten Sanktion einzulenken: Russlands Präsident Wladimir Putin.

Moskau (EZ) | 24. Juli 2014 | Russland kommt den USA und der EU ein großes Stück entgegen. Heute Vormittag kündigte Präsident Wladimir Putin an, die übernächsten Sanktionen ernst nehmen zu wollen. US-Präsident Obama zeigte sich in einer ersten Stellungnahme erleichtert und sagte, man wolle nun in Ruhe über die Reiehenfolge der nächsten beiden Sanktionsstufen nachdenken.

Bisher zeigten weder Einreiseverbote noch Kontensperrungen gegen mehrere russische Vertreter die erhoffte Wirkung. Stattdessen unterstützt die Moskauer Regierung noch immer die Separatisten im Osten der Ukraine mit Waffen und Soldaten.

Doch wie es scheint müssen die USA und die EU nicht länger hilflos mit ansehen, wie ihre Sanktionen unbeachtet im Sand verlaufen. Heute versprach Putin, dass er die übernächsten Strafmaßnahmen ausnahmsweise mal ernst nehmen werde, da er die Bemühungen der beiden Machtorgane sehr schätzt und auf diese Weise seine Anerkennung zum Ausdruck bringen möchte.

„Ich verfolge das jetzt ja schon eine ganze Weile“, so Putin schmunzelnd, „und es wäre einfach nicht fair von mir, wenn wir weiterhin alles ignorieren, was da aus dem Westen kommt.“ Deshalb habe seine Regierung sich überlegt, noch eine weitere Sanktion abzuwarten und die darauffolgende dann endlich einmal ernst zu nehmen und sich den Wünschen der EU und den USA zu beugen.

Präsident Obama reagierte erleichtert. „Na, darauf lässt sich doch aufbauen“, so der amerikanische Präsident. „Wir haben noch so einige Sanktionen auf Lager.“ Dazu zählten neben weiteren Einreiseverboten auch noch viele weitere Kontensperrungen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hingegen zeigte sich ein wenig enttäuscht. „Schade, wir hatten eigentlich echt gedacht, dass unsere gestrige Drohung, was die Ausrichtung der Männerballettmeisterschaften 2016 in Russland betrifft, bereits Früchte getragen hat.“

(JME/Foto: Presidential Press and Information Office; Kremlin.ru [CC BY 3.0])


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