Aus Rücksicht auf Ramadan: Fifa verschiebt Partie Deutschland gegen Algerien auf den 29. Juli

Porto Alegre (EZ) | 30. Juni 2014 | Die Fifa zeigt sich von ihrer toleranten von rücksichtsvollen Seite. Aufgrund des vor zwei Tagen begonnenen Fastenmonats Ramadan will sie die für heute Abend angesetzte Achtelfinalpartie Deutschland gegen Algerien auf den 29. Juli verschieben. Damit sollen die hitzigen Diskussionen in Algerien enden, ob die Spieler fasten müssen oder die Nahrungsaufnahme für die Zeit während der WM erlaubt ist.

Es ist für die algerischen Spieler eine schwierige Entscheidung, ob sie den Ramadan dieses Jahr wahrnehmen und fasten oder aufgrund der laufenden WM damit aussetzen. Tatsächlich warnen Mediziner eindringlich davor, bei der Hitze und der hohen Luftfeuchtigkeit Hochleistungssport zu verrichten und dabei gleichzeitig auf Essen und Trinken zu verzichten.



Da auch in Algerien mittlerweile etliche Rechtsgelehrte darüber diskutieren, ob den Spielern deshalb die Nahrungsaufnahme erlaubt ist oder nicht, kommt die Fifa dem Land und der Mannschaft nun entgegen.

Ein Sprecher gab heute bekannt, dass die Achtelfinalpartie zwischen Deutschland und Algerien, die normalerweise für heute Abend 22 Uhr MEZ angesetzt ist, auf den 29. Juli verschoben worden ist – einen Tag nach Ende des Ramadan.

„Wir denken, dass mit dieser Lösung jeder gut leben kann“, so der Sprecher.



Die übrigen Partien sollen wie gewohnt stattfinden. „Wir versuchen alle bereits feststehenden Termine einzuhalten. So lange bis es logistisch einfach nicht mehr möglich ist.“ Ein Viertelfinale sowie die Halbfinals und das Finale würden dann entsprechend erst im August stattfinden.

Für Fußballfans sei das jedoch eine tolle Nachricht. „Sie können sich über einen weiteren WM-Monat freuen“, so der Sprecher.

(BSCH/Foto: Gisele Teresinha [CC BY 2.0])