Mikrofon von Mario Barth begeht Selbstmord

12. Juni 2014 ·

So niedergeschlagen und nachdenklich hat man den Komiker Mario Barth selten gesehen.
So niedergeschlagen und nachdenklich hat man den Komiker Mario Barth selten gesehen.

Berlin (EZ) | 12. Juni 2014 | Tragischer Unglücksfall im engsten Umfeld des erfolgreichsten deutschen Komikers: das Mikrofon von Mario Barth hat sich am Wochenende umgebracht. Es hinterließ einen Abschiedsbrief – es konnte „den ganzen Scheiß nicht mehr länger ertragen“.
Wie erst heute bekannt wurde, hat sich das Mikrofon von Mario Barth bereits am Sonntag das Leben genommen – nur wenige Stunden, nachdem Barth in Berlin einen neuen Weltrekord aufstellte: innerhalb von 24 Stunden begeisterte er im Olympiastadion 116.498 Menschen, so viel wie kein Komiker vor ihm.

Umso tragischer nun der überraschende Selbstmord seines treuen Gefährten, einem Mikrofon deutscher Herkunft. Genauere Umstände des Suizids wollte die Polizei unter Berücksichtigung des laufenden Verfahrens und der Privatsphäre nicht mitteilen. „Wir gehen aber von einem Freitod aus, Fremdverschulden können wir bislang ausschließen,“ so ein Sprecher der Berliner Polizei.



Angeblich hat das Mikrofon einen Abschiedsbrief hinterlassen, in dem es schreibt, es könne „den ganzen Scheiß jeden Abend nicht mehr ertragen“. Offenbar gab es schon länger künstlerische Differenzen zwischen dem Mikrofon und Barth.

Ein Insider berichtet, dass das Mikrofon schon seit Langem Schuldgefühle plagten, weil es als Sprachrohr des Komikers fungierte. „Es hatte sicherlich kein schlechtes Leben und hatte alles, was ein Mikrofon so braucht, wurde immer pfleglich behandelt“, so der Informant. „Aber tief im Inneren saß wohl stechender Schmerz.“

Dem Abschiedsbrief soll zu entnehmen sein, dass das Mikrofon sich aus Scham längst nicht mehr auf die Straße traute – die Anfeindungen und die Blicke der Menschen machten ihm zu schaffen. „Ich wurde immer mit Mario in Verbindung gebracht – es tut mir leid, aber ich kann nicht mehr,“ lautet der letzte Satz in krakeliger Schrift. „Ich liebe Euch, und ich bitte um Verzeihung.“



Mario Barth war heute nicht zu einer Stellungnahme bereit. Sein Management teilte aber mit, dass Barth tief geschockt sei und sich das alles nicht erklären könne. Er bitte seine Fans, ihn in dieser schweren Stunde beizustehen und seine DVD’s zu kaufen, um den Schmerz etwas erträglicher zu machen.

(BSCH/Foto: Udo Grimberg [bearbeitet; CC BY-SA 3.0])

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