Deutschlands dritt- oder viertgrößtes Satiremagazin

Mangel an Giftspritzen in USA: Todeskandidaten sollen sich künftig selbst hinrichten

23. Mai 2014 ·

Die Giftspritze soll in den USA zukünftig nicht mehr angewendet werden.
Die Giftspritze soll in den USA zukünftig nicht mehr angewendet werden.

Austin (EZ) | 23. Mai 2014 | Weil die USA seit Monaten Schwierigkeiten haben, an die Substanzen der Giftspritze zu kommen, und weil es zuletzt harsche Kritik an dieser Hinrichtungsmethode gab, haben einige Staaten nun beschlossen, den Todeskandidaten einen Strick, eine Pistole und einen Giftcocktail in die Zelle zu stellen. Anschließend haben diese zwölf Stunden Zeit, sich selbst das Leben zu nehmen. Menschenrechtsorganisationen sprechen von einer “edlen Geste”.Vor allem seit der missglückten Hinrichtung vor einigen Wochen in Oklahoma, bei der ein Verurteilter erst nach 43 Minuten qualvoll starb, ist eine neue Debatte über die Todesstrafe durch die Giftspritze entfacht. Zudem gibt es seit einiger Zeit massive Nachschubprobleme, an die Substanzen dafür zu gelangen, da sich Hersteller der Chemikalien weigern, sie für Hinrichtungen zur Verfügung zu stellen.

Nachdem Tennessee nun sogar wieder den Elektrischen Stuhl einführen will, haben sich andere Staaten, darunter auch Texas, darauf geeinigt, den Todeskandidaten selbst zukünftig die Hinrichtung zu überlassen.

“Wir haben eine Lösung gefunden, die praktisch alle Betroffenen glücklich macht. Die Gefängnisse haben weniger Arbeit, die Vollstrecker müssen sich keiner Kritik mehr aussetzen, wenn etwas schief geht und die Verurteilten dürfen selbst entscheiden, wie sie aus dem Leben scheiden wollen”, so Rick Perry, Gouverneur von Texas.

Hierzu stünden ihnen drei Optionen zur Verfügung: Eine Pistole, ein Giftcocktail und ein Strick. “Diese weden dem Verurteilten in die Zelle gestellt und er hat 12 Stunden Zeit, eine (oder gerne auch alle drei) zu benutzen.”

Weigert sich der Gefangene und ist nach 12 Stunden noch am Leben, hat der Wärter das Recht, ihn an Ort und Stelle zu erschießen.

Lob folgte umgehend von mehreren Menschenrechtsorganisationen. Ein Sprecher von Amnesty International sagte: “Die USA ist endlich im 21. Jahrhundert angekommen. Eine edle Geste und ein großer Erfolg für alle zu Tode verurteilten Verbrecher in den USA.”

(BSCH/Foto: Ken Piorkowski [CC BY-SA 2.0])


Ihre Meinung zu diesem Beitrag:
  • Schlecht (0)
  • Sehr schlecht (0)
  • Hundsmiserabel (0)
  • Mir egal (0)
  • Ich will nicht auf einen dummen Button klicken (0)
Newer Post

E wie Wissen III

Redewendungen und ihre Bedeutung: jedes Wochenende erklären wir in leicht verständlicher Sprache Herkunft und weiteres Wissenswertes über gebräuchliche Phrasen der deutschen Sprache. Heute: "Da wird der Hund in der Pfanne verrückt" und "Jemanden hinters Licht führen". "Da wird der Hund…
Read
Older Post

ADAC-Studie: Österreich beliebtestes Durchreiseland der Deutschen

Berlin (EZ) | 22. Mai 2014 | Eine vom ADAC in Auftrag gegebene Studie hat ergeben, dass Österreich das beliebteste Durchreiseland der Deutschen ist. Mit großem Abstand folgen Belgien und die Schweiz. Über zehn Jahre lang hat der ADAC Millionen…
Read
Random Post

"Für die CSU": Sigmar Gabriel lässt Grundgesetz ins Bayrische übersetzen

Berlin (EZ) | 30. September 2015 | SPD-Chef Sigmar Gabriel hat das Grundgesetz ins Bayrische übersetzen lassen. Damit will er erreichen, dass auch die Kabinettskollegen von der CSU die deutsche Verfassung verstehen können. Gestern erst präsentierte Gabriel eine arabische Variante…
Read
Random Post

Hitzewelle: Gast verbrüht sich in Bisto an seinem Eiskaffee

In Magdeburg hat sich ein Mann an seinem Eiskaffee verbrannt. Wie Zeugen berichten, habe der Gast bei rund 37 Grad am Tisch vor dem Bistro gesessen und aus seinem Strohhalm trinken wollen, als er aufschrie und sich die Zunge festhielt.…
Read
Random Post

Onlinekommentatoren gehen die !!!! aus

Berlin (EZ) | 9. Februar 2015 | Der Vorrat an Ausrufezeichen geht in Deutschland langsam zuneige. Grund ist der inflationäre Gebrauch dieses Satzzeichens von Leuten, die alles und jeden im Netz kommentieren. Vor allem unter Artikeln, die die Themengebiete Ukraine/Russland,…
Read
Random Post

Studie widerlegt: Die dümmsten Bauern haben nicht die dicksten Kartoffeln

Münster (EZ) | Eine Forschungsgruppe der Universität Münster hat eine alte Binsenweisheit widerlegt. Demnach konnten mehrere Untersuchungen nicht bestätigen, dass die dümmsten Bauern die dicksten Kartoffeln hätten.  Wie der Leiter der Studie, Professor Hartmut Hegener, erklärte, habe man in den…
Read