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E wie Wissen!


Redewendungen und ihre Bedeutung: jedes Wochenende erklären wir in leicht verständlicher Sprache Herkunft und weiteres Wissenswertes über gebräuchliche Phrasen der deutschen Sprache. Trumpfen Sie bei der nächsten Party groß mit dem hier erworbenen Wissen auf! Zum Einstand gibt es gleich zwei häufig gehörte Ausdrücke: „Zu Potte kommen“ und „Auf die Kacke hauen“.

„Zu Potte kommen“

Der Audruck „zu Potte kommen“ ist verhältnismäßig jung und stammt aus den 60er Jahren des 20. Jahrhundert.
Er entspringt einem Schreibfehler des damaligen Bürgermeisters von Soest, Walter Klemann, der ausgewählte Gemeindemitglieder per Telegramm zur Feier bei seiner Frau Lotte und sich einlud.
Statt des „L“ erwischte er jedoch das auf der Schreibmaschine schräg drüber liegende „P“ und schrieb versehentlich „Ich lade Sie hiermit herzlichst ein, am 12.3.1964 zu Potte und mir zu kommen.“
Das Telegramm wurde in mehreren Tageszeitungen gedruckt, später auch überregional, und der Ausdruck „Zu Potte kommen“ wurde zu einem oft zitierten Satz, dessen Bedeutung sich im Laufe der Jahrzehnte jedoch stark änderte.



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„Auf die Kacke hauen“

“Auf die Kacke hauen”: Wer hat den Ausdruck noch nicht verwendet, um seinen Mitmenschen klar zu machen, was auf der nächsten Party passiert?

Aber hätten Sie gewusst, dass der Begriff ursprünglich etwas ganz anderes bedeutete? Noch heute wird er im ländlichen österreichischen Raum verwendet, um deutlich zu machen, dass man auf die Kacke hauen wird. Dabei sind Exkremente von Kühen, Hunden und Schafen gemeint; seltener auch der Kot von Pferden oder Ziegen. Die Tätigkeit, mit der bloßen Hand auf die Ausscheidungen zu schlagen, ist auch in vielen osteuropäischen Regionen nach wie vor ein beliebter Freizeitspaß.

Ähnlich verhält es sich mit dem Satz “Scheiß die Wand an!”.

Nächsten Samstag klären wir Sie über die Redewendung „Mein lieber Herr Gesangsverein“ auf!

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