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Sozialdienst: Berlusconi baut Villa um in Heim für mutterlose, jugendliche Marokkanerinnen

Mailand/Rom (EZ) | 15. April 2014 | Der ehemalige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi wird nicht zu einem Hausarrest verurteilt, dafür muss er aber Sozialstunden ableisten. Zu diesem Zweck bot er großzügig an, sein Villen in Heime für geflohene und von ihren Eltern getrennte minderjährige Nordafrikanerinnen umzubauen.

Italiens ehemaliger Ministerpräsident Silvio Berlusconi. Italiens ehemaliger Ministerpräsident Silvio Berlusconi.

Im vorigen Jahr wurde der mehrmalige Ministerpräsident Italiens, Silvio Berlusconi, wegen Steuerhinterziehung zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt. Wegen einer Amnestieregelung für Menschen über 66 wurden ihm drei Jahre erlassen. Heute nun gab das Kassationsgericht in Mailand bekannt, wie Berlusconi die Strafe absitzen muss. Zur Wahl standen Hausarrest oder Sozialdienst.

Die Richter entschieden auf Sozialdienst. Ein Mal in der Woche muss Berlusconi für mindestens vier Stunden soziale Arbeit verrichten. Gleich nach dem Urteil teilten seine Anwälte mit, dass Berlusconi seine Villen in Heime für mittellose jugendliche Frauen umbauen wird und sich als Heimleiter selbstverständlich mehr als nur die geforderten vier Stunden in der Woche persönlich um die jungen Mädchen kümmern wird.

Besonders am Herzen liegen dem ehemaligen Politiker minderjährige Nordafrikanerinnen. “Aber natürlich werden wir allen jugendlichen oder jugendlich aussehenden Frauen Obdach bieten,” ließ Berlusconi mitteilen. Sein Haus stehe allen offen, die sich ihm öffnen wollen.

Dem Staat wird Berlusconi damit auch nicht zur Last fallen, sagte er. “Mein Vermögen reicht aus, diese wichtige gesellschaftliche Aufgabe ohne Unterstützung zu meistern.”

Die Häuser bieten Platz für dutzende Mädchen und seien mit allem Komfort ausgestattet, heißt es. “Den jungen, geschundenen Seelen wird es bei in meinen Heimen an nichts fehlen”, so der Multimilliardär.

Noch hat das Gericht nicht entschieden, ob sie das Angebot Berlusconis annehmen. Nicht ausgeschlossen, dass er stattdessen in einem Altenheim Dienst schieben muss. “Falls sie es so wünschen, gehe ich natürlich auch zurück in den Senat,” sagte der verurteilte dazu.

(BSCH/Foto: European People’s Party [bearbeitet; CC BY 2.0]

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