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Rentenproblem gelöst: Regierung führt Wehrpflicht ab 63 ein

Freut sich über die Wiedereinführung der 2011 abgeschafften Wehrpflicht: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.


Berlin (EZ) | 14. April 2014 | Seit Wochen diskutiert die Große Koalition über die Rente mit 63. Nun wurde sich auf einen Kompromiss geeinigt. Ab 2015 wird die vor drei Jahren abgeschaffte Wehrpflicht wieder eingeführt. Dann jedoch ausschließlich für alle Deutschen ab 63 Jahren.

Die abschlagsfreie Rente mit 63 sorgt seit Wochen für Streitereien in der Großen Koalition. Während sich Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) für das Modell stark macht, bläst kräftiger Gegenwind seitens der CDU.



Nun wurde sich auf einen Kompromis geeinigt, mit dem beide Seiten gut leben können: die Regierung wird die Wehrpflicht wieder einführen. Doch diesmal erst ab einem Mindestalter von 63 Jahren.

„Wir freuen uns, dass wir das Rentenproblem auf recht clevere Art und Weise lösen konnten“, so Arbeitministerin Nahles heute Vormittag auf einer Pressekonferenz, die sie gemeinsam mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hielt.

Beide Parteien würden von diesem Modell profitieren, sagte von der Leyen. „Die SPD hat es geschafft, dass die Menschen nur bis 63 arbeiten brauchen und die CDU hat ihre Wehrpflicht wieder, von der wir uns vor drei Jahren nur schwer trennen konnten.“

Die Wehrpflicht ab 63 betrifft alle Jahrgänge bis 1970. Ab Jahrgang 1971 kommt die Wehrpflicht ab 67 zum Tragen.

Jeder könne dann selbst bestimmen, wie lange er der Bundeswehr dienen will. Minimum seien jedoch fünf Jahre. Die Tauglichkeitsgrade (bisher T1 bis T7) werden gestrichen. „Es genügt, wenn der Soldat ein Gewehr halten kann“, so die Verteidigungsministerin.

Von der Leyen betonte, dass es selbstverständlich auch wieder die Möglichkeit gebe, Zivildienst zu leisten. Hier nannte sie vor allem beliebte Institutionen wie Kindergärten und Seniorenheime. Vor allem letztere würden zukünftig deutlich mehr Pflegepersonal benötigen. „Da ist es wichtig, wenn ein paar junge Freiwillige aushelfen.“

  (JME/Foto: CDU/CSU-Bundestagsfraktion [CC BY-SA 3.0])

 

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