„Alles nur erfunden“ – Snowden beendet monatelangen Aprilscherz über die NSA

1. April 2014 ·

Tom Kilian heute Vormittag während der Pressekonferenz.
Tom Kilian heute Vormittag während der Pressekonferenz.

Moskau/ Washington, D.C. (EZ) | 1. April 2014 | Damit hat wohl niemand gerechnet. Wie heute bekannt wurde, hat sich der frühere Geheimdienst-Mitarbeiter Edward Snowden den wohl größten und erfolgreichsten Aprilscherz der Welt erlaubt. Demnach sind sämtliche Enthüllungen über die NSA, mit denen er vor fast einem Jahr erstmals an die Öffentlichkeit trat, „erstunken und erlogen“. Snowden sagte, in Wahrheit mache der Geheimdienst einen prima Job und niemand müsse füchten, „ausspioniert zu werden“. Der 30-Jährige wollte sich lediglich einen fulminaten Aprilscherz erlauben, den er heute Vormittag auf einer Presskonferenz offiziell mit den Worten „April April“ beendete.

Als Edward Snowden heute Morgen um kurz nach zehn mit einem breiten Grinsen im Gesicht vor die Mikrofone trat, ahnte man bereits, dass etwas nicht stimmte. Was er dann sagte, überraschte jedoch nicht nur die anwesenden Journalisten. „Ich freue mich, heute endlich zugeben zu können, dass alle Geschichten über die NSA, die ich in den vergangenen Monaten veröffentlicht habe, falsch sind. Nichts davon entspricht auch nur ansatzweise der Wahrheit. April April!“
Die NSA, bei der er tatsächlich bis zum vergangenen Jahr gearbeitet habe, allerdings unter seinem richtigen Namen Tom Kilian, sei eine erntzunehmende und durch und durch professionelle Behörde, die weder private Haushalte ausspioniere noch ranghohe ausländische Staatschefs abhöre.



Er hätte niemals erwartet, dass man ihm die Geschichte wirklich abkaufen würde, die er sich gemeinsam mit einem Kollegen vor genau einem Jahr ausgedacht hatte. Noch weniger hätte er sich je träumen lassen, dass seine fiktiven Enthüllungen sogar regelrechte Staatskrisen auslösen und zu Spannungen zwischen Europa und den USA führen könnten. „Das war natürlich nie mein Ziel, unterhaltsam war es dennoch“, so Snowden alias Kilian schmunzelnd.

Er habe mehrfach darüber nachgedacht, den Aprilscherz vorzeitig zu beenden, „doch das hätte den ganzen Sinn und Zweck des Jokes zunichte gemacht. Es musste schon offiziell am heutigen 1. April aufgelöst werden“.

Kilian bedankte sich für die weltweite Unterstützung und entschuldigte sich bei den „nun vielleicht ein wenig enttäuschten Bürgern“, sowie bei der NSA höchstpersönlich, die, so Kilian, „von nichts wusste, aber all die Monate wirklich ganz wunderbar mitgespielt“ habe.



Kilian plane nun, schnellstmöglich zurück in die USA zu fliegen und seinen Job bei der Geheimdienstbehörde wieder aufzunehmen.

(JME/Foto: TheWikiLeaksChannel (youtube.com) [CC BY 3.0])

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