Verlag drängt auf schnelle Krim-Entscheidung, um endlich mit Druck des neuen Schulatlasses beginnen zu können

Braunschweig (EZ) | 04. März 2014 | Die Westermann Druck- und Verlagsgruppe, die vor allem für ihren Diercke-Weltatlas bekannt ist, fordert eine schnelle Entscheidung im Kampf um die Halbinsel Krim. Ein Sprecher appellierte an Russland und die Ukraine, sich bis spätestens April zu einigen, zu welchem Land die Halbinsel zukünftig gehören soll, da der Verlag in spätestens zwei Monaten mit dem Druck des neuen Atlasses beginnen möchte.

Nach dem Einmarsch russischer Soldaten auf der (momentan noch) zur Ukraine gehörenden Halbinsel Krim ist der Ausgang des Konflikts derzeit mehr als ungewiss. Niemand weiß, ob es zu einem von Putin angezettelten Krieg kommt oder ob sich die Lage in den nächsten Tagen wieder beruhigt.



Während der Westen bereits seit Tagen mit Sanktionen droht, wurde der Druck heute überaschend auch noch einmal von ganz anderer Seite erhöht: Die deutsche Westermann Druck- und Verlagsgruppe, die seit Jahrzehnten den bekannten Schul- und Weltatlas von Diercke herausbringt, fordert eine schnelle Einigung bezüglich der Besitzansprüche über die Halbinsel Krim.

Ein Sprecher sagte heute Vormittag: „Wir stehen kurz vor dem Druck unserer neuesten Auflage. Alles ist bereits fertig. Es wäre deshalb schön, wenn die Herren in der Ukraine und Russland sich möglichst bald darauf einigen, wem die Krim in Zukunft gehört.“ Dies sei wichtig für den Farbdruck, da man das Gelb, das auf der Landkarte bisher für die Ukraine verwendet wurde, dann für den Bereich der umkämpften Halbinsel durch ein russisches Grün ersetzen müsste.

„Sie können sich vorstellen, wie ärgerlich es wäre, wenn wir den Atlas nun so drucken lassen wie er jetzt ist und hinterher gehört die Krim gar nicht mehr zur Ukraine sondern zu Russland.“



Man habe bereits Kontakt zu Russlands Präsident Putin aufgenommen. Dieser habe sich verständnisvoll gezeigt und versprach, zügig eine Entscheidung herbeiführen zu wollen. „Er sagte, wir sollen bereits eine weitere grüne Farbpatrone bereitlegen“, so der Sprecher abschließend.

(JME)