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Aus Protest gegen Krim-Besetzung: Oscar Pistorius sagt Besuch bei Paralympics in Sotschi ab

3. März 2014 ·

Boykottiert die Paralympics in Sotschi: Rekord-Sprinter Oscar Pistorius.
Boykottiert die Paralympics in Sotschi: Rekord-Sprinter Oscar Pistorius.

Pretoria/Sotschi (EZ) | 03. März 2014 | Der südafrikanische Sprint-Star Oscar Pistorius wird nicht die Paralympics in Sotschi besuchen, die am kommenden Freitag beginnen. Als Grund nannte er den Einmarsch russischer Soldaten auf der ukrainischen Halbinsel Krim. Er wolle ein Zeichen setzen und spiele sogar mit dem Gedanken, seine Karriere komplett zu beenden, sagte Pistorius heute Vormittag vor einem Gerichtsgebäude. 

Der Sprinter und Rekordhalter, dem seit seiner Geburt beide Beine fehlen und der in den vergangenen Jahren mehrfach Gold bei den Paralympics holte, wollte als Zuschauer und Unterstützer der südafrikanischen Teilnehmer bei den Paralympischen Spielen in Sotschi anwesend sein.

Nun die überraschende Absage. “Ich bedaure, dass ich meinen Besuch in Sotschi leider nicht wahrnehmen kann. Doch die derzeitige Situation auf der Insel Krim zwingt mich zum Handeln. So gerne ich die Spiele auch besucht hätte, ich kann es mit meiner politischen Einstellung nicht in Einklang bringen”, so der 27-Jährige heute Vormittag vor einem Gerichtsgebäude in Pretoria.

Weiter gab Oscar Pistorius an, dass er sogar überlege, seine sportliche Karriere komplett aufzugeben, um seinem Boykott noch einmal eine ganz besondere Bedeutung zu geben; so sauer sei er nämlich gerade auf Russland.

Zudem fügte er hinzu , dass sein Kopf zur Zeit ohnehin mit etlichen anderen Dingen voll sei und er zudem gerade einen “ziemlich überfüllten” Terminkalender habe. “Doch das hat nichts mit meiner Absage zu tun”, so der Sprinter abschließend. Ihm sei nur wichtig, ein deutliches Zeichen zu setzen.

(BSCH/Foto: Chris Eason [CC BY 2.0])


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