Schwerkranke FDP setzt sich „aus eigener Betroffenheit“ stark für Sterbehilfe ein

15. Januar 2014 ·

Kämpft für die aktive Sterbehilfe in Deutschland: der Vizevorsitzende der sich im Endstadium befindlichen FDP.
Kämpft für die aktive Sterbehilfe in Deutschland: der Vizevorsitzende der sich im Endstadium befindlichen FDP.

Berlin (EZ) | 15. Januar 2014 | Die CDU will in dieser Legislatur die Sterbehilfe in Deutschland in jeder Form verbieten. Nun meldete sich die dem Tode geweihte FDP aus der Palliativstation und plädierte in einem sehr persönlichen Statement für die aktive Sterbehilfe.Der Vizevorsitzende der Freidemokraten, Wolfgang Kubicki, äußerte sich empört über die Pläne vom CDU-Generalsekretär Peter Tauber, jegliche Form von Sterbehilfe in Deutschland zu verbieten. Kubicki sagte, der Staat dürfe einer schwer leidenden Partei wie beispielsweise seiner eigenen nicht verbieten, der eigenen Existenz ein Ende zu setzen.

Mittlerweile sei die FDP in einem so schwachen Zustand, dass sie sich nicht einmal mehr selber das Leben nehmen könne, heißt es in dem flammenden Appell von Kubicki.



Sie weiter leiden zu lassen, wäre ein schwerer Eingriff in die Würde der ehemals starken liberalen Partei. Seit einigen Monaten befindet sich die FDP in einem Überlebenskampf; eine Heilung ist nach Ansicht der meisten Experten nahezu ausgeschlossen. Niemand rechnet mehr ernsthaft damit, dass sich die FDP irgendwann erholen wird.

Kubicki fordert die CDU auf, ihre Gedanken zur Sterbehilfe nochmal zu überdenken. Der schleichende Tod der FDP sei ohnehin nicht mehr aufzuhalten, nun komme es „auf einen würdevollen Abgang an.“

Notfalls würde die Partei auch zum Sterben in die Schweiz fahren, wenn es in Deutschland weiterhin nicht möglich sein sollte. Allerdings, so berichtet Kubicki, ist die Hilfsbereitschaft in der deutschen Bevölkerung enorm. „Viele Menschen haben uns ihre Unterstützung angeboten und wollen helfen, den Sterbeprozess möglichst kurz zu halten.“



(JPL/Foto: Λοῦκας [GNU])

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