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Nach Hitzlspergers Coming Out: Lothar Matthäus outet sich als strunzdumm

8. Januar 2014 ·

Lothar Matthäus bei seiner mit Abstand blödesten Aktion: er kommt in Sofia an und unterschreibt beim bulgarischen Verband als Nationaltrainer.
Lothar Matthäus bei seiner mit Abstand blödesten Aktion: er kommt in Sofia an und unterschreibt beim bulgarischen Verband als Nationaltrainer.

München (EZ) | 9. Januar 2014 | Der ehemalige Fußballprofi Thomas Hitzlsperger hat sich medienwirksam in einem Interview mit der ZEIT als homosexuell geoutet. Heute legt ein weiterer Ex-Fußballstar nach: Rekordnationalspieler Lothar Matthäus outet sich öffentlich als “strunzdumm”. Weggefährten zeigen sich wenig überrascht, zollen aber Respekt.

Mit Thomas Hitzlsperger hat sich erstmals ein ehemaliger deutscher Nationalspieler zu seiner Homosexualität bekannt und löste damit ein großes, überwiegend positives Medienecho aus.

Heute bricht erneut eine deutsche Fußballlegende ein großes Tabu. Lothar Matthäus, Rekordnationalspieler und bis vor zwei Jahren Trainer von Bulgariens Nationalmannschaft, outete sich heute Vormittag als “strunzdumm” und “irgendwie dämlich”.

Er habe es lange Zeit verschwiegen, sich jedoch nie für diese Eigenschaft geschämt, so Matthäus. Heute sah er den Zeitpunkt gekommen, mit seinem Coming Out an die Öffentlichkeit zu gehen. Das mutige Outing von Hitzlsperger habe ihn ermutigt, sich an die Medien zu wenden.

Diese reagieren weitestgehend unbeeindruckt. Nur sehr wenige Zeitungen und TV-Sender nehmen sich dieses Themas an. Auch der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, wollte dazu nichts sagen.

Matthäus hofft dennoch, mit seinem “mutigen Schritt” anderen Fußballern ein Vorbild zu sein. “In den Kabinen ist das kein Thema, egal, in welchem Land ich war: Deutschland, Italien und Rom”, sagte er. Dummheit werde im Fußball schlicht ignoriert. Bis heute kenne er niemanden, der mit seiner Blödheit an die Öffentlichkeit gegangen ist. “Das muss sich ändern!”

Es sei manchmal schwer gewesen, Gesprächen zu folgen. “Auch unter der Dusche war das oft ein Problem”, so der 52-Jährige weiter.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach äußerte sich erfreut über das Outing und hofft nun auf eine öffentliche Debatte zu diesem Thema.

(JPL/Foto: Biso)


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