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Ukrainer holen sich Unterstützung von ägyptischer und tunesischer Bevölkerung

13. Dezember 2013 ·

Erhofft sich durch die Hilfe der arabischen Länder schnellere Neuwahlen: Der zukünftige ukrainische Präsident Vitali Klitschko.
Erhofft sich durch die Hilfe der arabischen Länder schnellere Neuwahlen: Der zukünftige ukrainische Präsident Vitali Klitschko.

Kiew (EZ) | 13. Dezember 2013 | Drei Wochen dauern die Proteste in der Ukraine gegen die Regierung mittlerweile an. Um die schnelle Absetzung des Präsidenten Janukowitsch herbeizuführen, hat sich die Opposition nun Unterstützung von der ägyptischen und tunesischen Bevölkerung geholt, die seinerzeit bereits erfolgreich ihre Machthaber gestürzt haben.

Zwar kündigte Präsident Janukowitsch an, nun doch das Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union unterzeichnen zu wollen, Oppositionsführer und Boxweltmeister Vitali Klitschko bezweifelt jedoch den Wahrheitsgehalt dieses Versprechens.

Um möglichst schnell Neuwahlen herbeiführen zu können, hat sich die ukrainische Opposition deshalb Unterstützung aus Ägypten und Tunesien geholt.

Dort hatten hunderttausende Demonstranten und Regierungsgegner in der jüngsten Vergangenheit durch erfolgreiche, wenn auch teils brutale Proteste den Sturz ihrer jeweiligen Machthaber Ben Ali (Tunesien) sowie Mubarak und Mursi (beide Ägypten) bewirkt.

Die Ukrainer erhoffen sich nun durch die Hilfe der demonstrationserprobten und erfahrenen Unterstützer aus den arabischen Ländern ein ähnliches Ergebnis für ihr Land.

Für morgen haben sich bereits knapp drei Millionen Ägypter und Tunesier angekündigt, die sich auf dem Unabhängigkeitsplatz “Maidan” in Kiew einfinden wollen, um dort mit einer bewährten Mischung aus dezenter Gewalt und subtilen Propagandastilmitteln den Präsidenten Janukowitsch zu stürzen und Neuwahlen herbeizuführen.

(JME/Foto: Sławek [CC BY-SA 2.0])

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