Deutschlands dritt- oder viertgrößtes Satiremagazin

Staatsanwaltschaft Hannover will weiterhin das Phänomen “Freundschaft” ergründen

24. November 2013 ·

Hannover (EZ) | 20. Dezember 2013 | Die hannoversche Staatsanwaltschaft will das drohende vorzeitige Ende des Wulff-Prozesses nicht hinnehmen. Die Ergründung des Phänomens “Freundschaft”, von dem Staatsanwälte bislang keine Ahnung haben, sei noch lange nicht abgeschlossen.

Staatsanwälte in ganz Deutschland, Europa und der Welt schauen derzeit gebannt nach Hannover: voller Interesse und Neugier ergründen die Strafverfolger in der niedersächsischen Hauptstadt ein zwischenmenschliches Phänomen, das für Anwälte bislang ein Buch mit sieben Siegeln ist: Freundschaft.

Laut statistischen Erhebungen liegt der prozentuelle Anteil der Staatsanwälte, die Freunde haben, ungefähr bei null. Deshalb hat Oberstaatsanwalt Clemens Eimterbäumer die Erkundung dieses “seltsamen Auswuchses menschlicher Beziehungen” angeordnet.

Seit fünf Wochen nun ist das Gericht unter Vorsitz des Richters Frank Rosenow damit beschäftigt, den Strafverfolgern die Freundschaft zu erklären. Weil Rosenow auf Seiten der Staatsanwaltschaft bislang keinen Erkenntnisgewinn sieht, will er das Anschauungsexperiment im Januar beenden.

Nach Ansicht von Oberstaatsanwalt Clemens Eimterbäumer eine falsche Entscheidung, er kündigt Revision an. “Wir haben nun gerade erst begonnen, Freundschaft zu verstehen,” sagte er. “Aber dann kam Frau Bettina Wulff, die ja von ihrem Mann getrennt lebt – und sie schrie ihn nicht an, da war kein Hass zu sehen! Das hat uns wieder zurück geworfen. die Frau will sich von ihm scheiden lassen, aber zur Begrüßung umarmt sie den Wulff?”

Das mit dem “Geben und Nehmen” am Beispiel Wulff und Groenewold sei vielen Anwälten beinahe verständlich gewesen, wenn auch nicht alle Staatsanwälte nachvollziehen, wo der Vorteil einer solchen Freundschaft liegen soll, wenn sich im Prinzip jeder Aufwand zugunsten eines Freundes wieder aufhebt.

(JPL/Foto: Martina Nolte [CC BY-SA 3.0 de])


Ihre Meinung zu diesem Beitrag:
  • Schlecht (0)
  • Sehr schlecht (0)
  • Hundsmiserabel (0)
  • Mir egal (0)
  • Ich will nicht auf einen dummen Button klicken (0)
Newer Post

Merkel macht Deutschland Mut: spätestens 2017 soll es eine andere Bundesregierung geben

Berlin (EZ) | 27. November 2013 | Union und SPD haben heute in Berlin den Koalitionsvertrag für die neue Große Koalition ("GroKo") vorgestellt. Angela Merkel machte den Deutschen aber gleichzeitig Mut und versprach, dass es spätestens im Jahre 2017 eine…
Read
Older Post

FDP lässt sich in den Kälteschlaf versetzen, um in einer besseren Zukunft wieder an Wahlen teilzunehmen

Berlin (EZ) | 18. November 2013 | Nach dem desaströsen Abschneiden der FDP bei der letzten Bundestagswahl dämmerte die Partei wochenlang scheintot vor sich hin. Nun hat sie sich einfrieren lassen - in der Hoffnung, dass die Zukunft bessere Perspektiven…
Read
Random Post

Abschied naht: Pep Guardiola verlernt bereits Deutsch

München/Manchester (EZ) | 28. April 2016 | Er ist Profi durch und durch: Wenige Wochen vor dem Abschied aus München bereitet sich Pep Guardiola schon fleißig auf seine Zeit in England vor. Um Platz für eine weitere Sprache zu machen,…
Read
Random Post

Nach HoGeSa-Demos: Hooligans berichten von schweren Gehirn-Katern nach ungewohntem Nachdenken

Hannover/Köln/Berlin/Aachen (EZ) | 19. November 2014 | Unter deutschen Hooligans geht eine verstörende Seuche um: viele Teilnehmer der "Hooligans gegen Salafisten"-Demos berichten im Nachhinein von starken Gehirn-Katern - vermutlich ausgelöst vom ungewohnten Nachdenken. Die Arztpraxen in der Republik sind zurzeit…
Read
Random Post

Joachim Herrmanns Liste der abfälligen Bezeichnungen für Nichtweiße

Joachim Herrmann will künftig auf das Wort "Neger" im TV verzichten. Worauf sich Fernsehzuschauer in den nächsten Talkshow-Auftritten von Bayerns Innenminister dennoch freuen dürfen, steht hier: Wir sind an die Liste seiner Synonyme für Unweiße gelangt. Der CSU-Politiker hat gestern in…
Read
Random Post

Hatschi!

Quelle: 12 Patienten im Wartezimmer einer Arztpraxis ©2012, Eine Zeitung
Read