Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Keine Schlägerei in Hamburger U-Bahn

Erst nach langem Zögern entschied sich die Polizei dazu, Aufnahmen der Hamburger U-Bahnlinie U1 von gestern zu veröffentlichen. Es ist deutlich zu erkennen, dass weder die Fahrgäste links noch rechts im Bild Anstalten machen, auf ihr Gegenüber einzuprügeln.


Hamburg (EZ) | 05. April 2011 | In Hamburg kam es gestern auf der Strecke zwischen Ohlstedt und Friedrichsberg erneut zu keinerlei Schlägereien in der U-Bahn. Die Polizei kritisierte daraufhin die viel zu guten Sicherheitsvorkehrungen im Hamburger S- und U-Bahnnetz und forderte die Politik zu scharfen Sparmaßnahmen auf.

Wie Zeugen berichteten, sei die Stimmung in der U-Bahn bereits am frühen Vormittag erstaunlich gut gewesen und es hätte nicht einmal kleine Reibereien zwischen Jugendlichen und Rentnern gegeben.



Angeblich soll eine Gruppe junger Männer im Alter zwischen 16 und 19 Jahren – offenbar allesamt mit Migrationshintergrund – sogar einer älteren Dame freiwillig ihren Platz angeboten haben.
„Wir mussten hilflos mit ansehen, wie die Jugendlichen sich von ihren Plätzen erhoben und der alten Frau Platz machten“, so eine Passagierin unter Tränen. Ein anderer fügte aufgebracht hinzu: „Das ist jetzt schon das vierte Mal in vier Tagen, dass ich mit der U-Bahn fahre und es zu keinen Zwischenfällen kommt. Wo leben wir hier eigentlich?!“

Ein Bild aus früheren Tagen: Ein Jugendlicher schlägt auf ein wehrloses Opfer an einer U-Bahnstation in Hamburg ein.   "Mit den richtigen Maßnahmen wird es das auch bald wieder bei uns geben", zeigt sich Bürgermeister Olaf Scholz zuversichtlich.
Ein Bild aus früheren Tagen: Ein Jugendlicher schlägt auf ein wehrloses Opfer an einer U-Bahnstation in Hamburg ein.
„Mit den richtigen Maßnahmen wird es das auch bald wieder bei uns geben“, zeigt sich Bürgermeister Olaf Scholz zuversichtlich.

Die Polizei in Hamburg entschuldigte sich umgehend für den friedvollen Umgang miteinander und bedauerte, „hier keine Münchener Verhältnisse“ zu haben.
„Wir sehen ja tagtäglich, welch aggressives Potenzial in Hamburg steckt. Natürlich würden wir uns wünschen, dass es sich auch mal auf die U-Bahnen überträgt und nicht nur auf den Straßen oder in den Diskotheken bleibt“, so ein Sprecher der Polizei.

Erst vorige Woche geriet die Stadt in die Schlagzeilen, als drei Jugendliche im Alter von 13, 15 und 16 Jahren einen 68-Jährigen nach Feuer fragten und sich anschließend per Händedruck und ohne Kopfnuss bei ihm bedankten.
Bürgermeister Olaf Scholz sprach damals unmittelbar nach diesem Vorfall von einem „indiskutablen Verhalten“ und kündigte Maßnahmen gegen den Rentner an, da er Minderjährigen Beihilfe zum Rauchen leistete.

(PFE/Foto: RobAn)

Mission News Theme von Compete Themes.