Selbstmordanschlag am Frankfurter Flughafen

27. Januar 2011 ·

Frankfurt (EZ) | 27. Januar 2011 | Auf dem Frankfurter Flughafen soll es heute Mittag um kurz nach 13 Uhr zu einem furchtbaren Terroranschlag gekommen sein. Ersten Angaben zufolge sprengten sich insgesamt sieben Selbstmordattentäter in der Eingangshalle und an verschiedenen Terminals gleichzeitig in die Luft. Mehr als 500 Menschen sollen dabei ums Leben gekommen sein. Die EZ berichtet live von den Ereignissen und neuen Erkenntnissen.

13:45 Uhr:
Neuesten Schätzungen zufolge kann die Zahl der Opfer leicht nach unten korrigiert werden. Demnach sollen etwa 450 Menschen ums Leben gekommen sein, darunter vor allem Deutsche. Zudem wird von über eintausend Verletzten gesprochen.



13:57 Uhr:
Wie wir soeben erfuhren, waren es statt sieben Selbstmordattentäter angeblich nur drei.

14:03 Uhr:
Gute Nachrichten: es soll doch nur etwa 400 Todesopfer geben.

14:15 Uhr:
In einer ersten Pressekonferenz sprach Polizei-Hauptkommissar Bernd Ebers nur noch von einem Selbstmordattentäter, der sich in der Eingangshalle in die Luft sprengte. Die Zahl der Todesopfer gab er mit 200 bis 250 an.



14:23 Uhr:
Angeblich sollen weniger Deutsche unter den Opfern sein als zunächst befürchtet. Hauptsächlich kamen amerikanische und kanadische Staatsbürger ums Leben. Hauptkommissar Ebers spricht in diesem Zusammenhang von „Glück im Unglück!“

14:33 Uhr:
Der Schaden in der Eingangshalle ist offenbar doch kleiner als angenommen. Die Zahl der Toten konnte nochmals von 200 auf 120 reduziert werden.

14:41 Uhr:
Erstmals meldet sich Flughafenchef Stefan Schulte zu Wort. Er reagiert irritiert und betont, nichts von einem Anschlag auf seinem Flughafen zu wissen.

14:45 Uhr:
Sicherheitsleute suchen den kompletten Flughafen nach Anschlagsspuren und Leichen ab, können jedoch nichts finden.

14:56 Uhr:
Ganz offenbar gab es Verwechslungen, was den betreffenden Flughafen anbelangt. Der Selbstmordattentäter soll sich demnach doch nicht auf dem Frankfurter, sondern auf dem Lübecker Flughafen in die Luft gesprengt haben

15:02 Uhr:
Bei dem Selbstmordattentat auf dem Flughafen in Lübeck sollen mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen sein. Etwa 60 wurden verletzt. Die Leichen wurden zur Identifizierung in einer Lagerhalle neben dem Flughafengebäude aufgebahrt.

15:12 Uhr:
Die Zahl der Toten wurde erneut nach unten korrigiert. Angeblich sollen bei dem Anschlag nur noch 12 Menschen ihr Leben gelassen haben. Die Leichen wurden zur Identifizierung in einem kleinen Büro im Flughafengebäude aufgebahrt.

15:19 Uhr:
Wie ein Sprecher der Polizei soeben erklärte, sei das für die Toten bereitsgestellte Büro leer. Erstmals wird die Frage aufgeworfen, ob es bei diesem Anschlag überhaupt Tote gegeben habe. Man wolle die Verletzten fragen.

15:20 Uhr:
Es sind keine Verletzten zu finden. Man konzentriere sich nun verstärkt auf die Suche nach der Herkunft und dem Motiv des Selbstmordattentäters.

15:30 Uhr:
Wie wir vor wenigen Minuten erfuhren, hat man noch immer nicht den Kopf des Attentäters finden können.

15:32 Uhr:
Auch der Rest des Körpers scheint spurlos verschwunden.

15:37 Uhr:
Ein Sprecher des Flughafens in Lübeck stellt erstmals die Kompetenzen der verantwortlichen Polizeibehörden infrage.

15:40 Uhr:
Die Feuerwehr wird vernommen. Man erhoffe sich durch sie neue Aufschlüsse und genaue Angaben zum Grund des Einsatzes.

15:47 Uhr:
Kommissar Jürgen Schreiber von der Polizei Lübeck tritt verlegen vor die Mikrofone und spricht von einem augenscheinlichen Missverständnis.
Bei dem Anschlag sei niemand ums Leben gekommen. Genau genommen könne man auch nicht direkt von einem „Anschlag“ sprechen. Lediglich ein Mülleimer am Außenbereich des Flughafens wurde in Brand gesetzt.
Der Täter wurde bereits gestellt.
Es handelt sich um einen 14-jährigen Jungen aus der Nachbarschaft, der „aus Spaß“ einen Feuerwerkskörper in den Mülleimer warf.

15:51 Uhr:
Auf dem Lübecker Flughafen kam es heute Mittag um kurz nach 13 Uhr zu einem Kurzbrand.
Ein 14-jähriger Junge wurde verhaftet, nachdem er einen Mülleimer mit einem Silvesterböller in Brand gesetzt hatte.
Die Feuerwehr konnte das Feuer binnen weniger Minuten wieder löschen. Der Schaden wird auf etwa 34 Euro geschätzt.

 

(BLD / Foto: Dmottl)

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