US-Waffenlobby zeigt sich gesprächsbereit: "Bei Amoklauf mit 200 getöteten Babys kann man über neue Gesetze reden"

Washington, D.C. (EZ) | 17. Dezember 2012 | Nach dem Amoklauf an einer Grundschule im US-Staat Connecticut mit 28 Todesopfern debattiert die Öffentlichkeit erneut über schärfere Waffengesetze. Erstmals lehnt auch die Waffenlobby Gespräche nicht grundsätzlich ab.
 
Der Amoklauf in der Kleinstadt Newtown erschüttert die amerikanische Gesellschaft. 20 Grundschüler, sechs Mitarbeiter der Schule und die eigene Mutter wurden am Freitag von dem Todesschützen Adam Lanza erschoßen, der sich anschließend selbst umbrachte.

Nun wird in den USA, wie nach Amokläufen mit mehr als zehn Opfern üblich, über eine Verschärfung der Waffengesetze diskutiert. Nach anfänglicher Ablehnung der Waffenlobby, allen voran die National Rifle Association (NRA), zeigt diese sich nun überraschend doch bereit, über Änderungen nachzudenken.

In einem Schreiben an US-Präsident Barack Obama sicherte der Vorsitzende der NRA, David Keene, zu, seine Haltung bei einem zukünftigen Amoklauf zu überdenken, "wenn dabei, sagen wir, der afroamerikanische Täter in einem, sagen wir, Krankenhaus um sich schießt und dabei, sagen wir, mehr als 200 Neugeborene umbringt." Ausdrücklich betont er, dass die Mütter der Kinder nicht einmal selbst getötet werden müssten.

Obama und verschiedene Medien begrüßten diesen zukünftigen eventuellen Sinneswandel der NRA. Der Präsident lobte die irgendwann bevorstehende Gesprächsbereitschaft der Waffenlobby und versprach zugleich, das Thema zunächst wieder in der Schublade verschwinden zu lassen.

(JPL/Bild: ©NRA)
NRADie NRA ist offenbar in Zukunft doch bereit, über Änderungen der Waffengesetze zu reden.













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