Bayern:

Neues Rauchverbot im Bereich zwischen Mund und Zigarette beschlossen

München (EZ) | 14. April 2012 | Nachdem auf bayerischen Ausflugsdampfern seit Ostern nicht mehr auf Deck geraucht werden darf, kommt bereits der nächste Vorstoß der CSU: Ab 01. September soll es ein gesetzliches Rauchverbot in dem Bereich zwischen Mund und Zigarette geben.

Laut Bayerns Gesundheitsminister Marcel Huber (CSU) reichen die Verbotszonen für Raucher noch lange nicht aus. Deshalb ist es ab dem 01. September 2012 im größten Bundesland verboten, zwischen Mund und Zigarette zu rauchen.

"Wir stellen fest, dass das Rauchverbot in Gaststätten und anderen öffentlichen Einrichtungen seit einigen Jahren bereits sehr erfolgreich ist", so Huber. Jedoch würden sich noch immer viel zu viele Menschen besonders im Freien über rauchende Menschen aufregen. "Aus diesem Grunde haben wir mit überwiegender Mehrheit ein Gesetz verabschiedet, das das Rauchen in einem Abstand von 15 cm zwischen Mund und Zigarette nicht gestattet."

Viele Bürger reagieren irritiert auf den neuen Beschluss. Einer ersten Umfrage zufolge gaben rund 98% der Raucher an, wenig Sinn darin zu sehen, die Zigarette lediglich in ihrer Hand zu halten, ohne daran ziehen zu dürfen.

Doch für Gesundheitsminister Huber gelten derlei Beschwerden nicht. "Man kann es eben nie allen recht machen", so der CSU-Politiker. Anstatt sich darüber zu freuen, dass sie ihre Zigaretten nachwievor auf der Straße anzünden dürften, könnten die Raucher nur "meckern, meckern, meckern!"  


(JME/Foto: pmox [CC BY-SA 3.0])
Rauchverbot Dieses Schild wird es in Bayern ab September zwischen Mündern und Zigaretten von Rauchern häufiger zu sehen geben.



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