Verwechslung: Hunderttausende feiern versehentlich Ende der FDP statt der FTD

Hamburg/Berlin (EZ) | 10. Dezember 2012 | Irritationen um drei Buchstaben. Am vergangenen Freitag erschien die letzte Ausgabe der Financial Times Deutschland (FTD). Durch ein ähnlich klingendes Kürzel kam es jedoch zu Missverständnissen vieler Bundesbürger, die glaubten, es handele sich hierbei um die Freie Demokratische Partei (FDP) und kurzerhand zwei Tage lang durchfeierten.

Am Freitag wurde die Financial Times Deutschland nach zwölf Jahren eingestellt.
Ein Großteil der Bundesbürger hatte jedoch im Vorfeld offenbar nichts von diesem Ereignis mitbekommen, was schnell zu einem Missverständnis führte: Statt der "FTD" - dem offiziellen Kürzel, das auch die Medien in Ihren Berichterstattungen vermehrt nutzten - lasen viele "FDP", ein Kürzel, mit dem die meisten mehr anfangen konnten. Die Nachricht über das angebliche Ende der FDP verbreitete sich binnen Stunden wie ein Lauffeuer.

Hunderttausende Bürger feierten auf den Straßen, bildeten Autokorsos und sangen gemeinsam vor dem Hauptsitz der FDP in Berlin den alten Schlager "Schön ist es auf der Welt zu sein".

"Ein herrlicher Moment. Seit zehn Jahren warte ich auf diesen Tag", so ein Mann aus Dortmund unter Tränen.

Selbst einige Politiker fielen augenscheinlich auf die Verwechslung herein. So twitterte Grünenchefin Claudia Roth am Freitagabend "Die FDP hat ihren Betrieb eingestellt. Olé!"

Die FDP selbst war erst gestern zu einer offiziellen Stellungnahme bereit, nachdem auch eigene Mitglieder  vereinzelt bei den Feierlichkeiten auf den Straßen gesichtet wurden.
In einer kurzen Meldung hieß es, die Partei beabsichtige keineswegs, ihren Bertrieb einzustellen, solange noch wenigstens 0,5% der Bundesbürger regelmäßig für sie stimmten.
 

(JME/Bild: Financial Times Deutschland)
Nicht die FDP Die FTD hat am vergangenen Freitag ihren Betrieb eingestellt. Die F T D!! Nicht die FDP, wie fälschlicherweise von vielen angenommen wurde. Die Partei wird es voraussichtlich auch weiterhin geben.



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