Nach Wahlerfolg in Niedersachen:

FDP lacht über schlechtes Abschneiden von Linken und Piraten

Hannover (EZ) | 21. Januar 2013 | Nach dem für viele unerwarteten Erfolg der FDP bei der gestrigen Landtagswahl in Niedersachen, herrscht besonders in der Parteispitze gute Laune. Der zuletzt vielfach gescholtene Parteichef Philipp Rösler bedachte vor allem die Linken und die Piraten mit reichlich Spott, da sie an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterten.

Mit knapp 10 Prozent schnitt die FDP bei der Landtagswahl in Niedersachen überraschend gut ab und erreichte einen Wert, den sie seit Jahren nicht mehr hatte.

Zwar soll sie dieses Ergebnis vor allem vielen CDU-Wählern zu verdanken haben, die den Liberalen ihre Zweitstimme gaben, doch das spielte für die Partei keine übergeordnete Rolle.

Vielmehr nutzte die Parteiführung die Gelegenheit, sich über jene zu mokieren, die nicht mal die Fünf-Prozent-Hürde schafften.

"Drei Prozent für die Linken, das ist echt mal peinlich", prustete FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle. Und sein Parteifreund Wolfgang Kubicki legte nach: "Und die ach-so-tollen Piraten schaffen gerade mal zwei Prozent. ZWEI! Das muss man sich einmal vorstellen!"

FDP-Chef Philipp Rösler war erst nach einiger Zeit zu einer Stellungnahme bereit, nachdem er minutenlang vor sich hinkicherte und mühsam um Fassung rang. "Die Linken gibt es doch schon gar nicht mehr. Diese Partei sollte sich besser auflösen", so Rösler grunzend. Und weiter: "Zu den Piraten fällt mir dagegen echt gar nichts mehr ein. Wer derlei schlechte Ergebnisse erzielt, sollte sich ernsthafte Gedanken über Inhalte und Strukturen machen." Ein Austausch der Parteiführung könne in solchen Fällen nicht schaden.

Der niedersächsische FDP-Spitzenkandidat Stefan Birkner kündigte unterdessen an, sich nun in Ruhe nach Koalitionspartnern umsehen zu wollen. "Wir können uns aber auch vorstellen,  die kommenden Jahre komplett alleine in Niedersachsen zu regieren", so Birkner.  


(PFE/Foto: Tim Reckmann [CC BY-SA 3.0 DE])
Ein Rösler Kam gestern aus dem Lachen nicht mehr heraus: FDP-Parteichef Philipp Rösler.



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