Medizinische Sensation in China

Peking (epd) | 2. September 2010 | Erstmals ist es chinesischen Medizinern gelungen, künstliche siamesische Zwillinge zu erschaffen.

Ärzte an der Uni-Klinik in Peking bestätigten nach einer mehr als 14-stündigen Operation den Erfolg der lange vorbereiteten Prozedur.

Bei dem Eingriff wurden die Köpfe der beiden 13 Monate alten Jungen an den Schläfen vereint.  Unterhalb der Brust wurden Organe wie Leber, Milz und Ausscheidungsorgane zusammengefügt oder, wo es sich anbot,  entfernt.

"Es ist uns durch Reduktion von Gewebe und Entnahme von nun überschüssigen Organen gelungen, die Körper der zwei Kleinkinder ökonomischer zu gestalten", so Chefarzt Dr. Xi Chuang Jong.

"In einem späteren Eingriff werden wir eines der Herzen entnehmen und den Blutkreislauf beider Körper synchronisieren", so Dr. Xi weiter. "Schließlich werden dann die Extremitäten dem Körper angepasst. Wir erwarten, dass auch in diesem Fall zwei Arme und zwei bis drei Beine ausreichen werden."

Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO vermuten, dass zahlungskräftige Chinesen mit dieser neuartigen Prozedur die von der kommunistischen Regierung in den 1970ern eingeführte 'Ein-Kind-Politik' umgehen wollen.

(BSCH/Grafik: Gerrit Benjamin)
So stellt sich der EZ-Zeichner die in Peking durchgeführte Operation vor.





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