Studie: Menschen wären unfassbar glücklich, wenn sie im Konjunktiv lebten

Fulda (EZ) | 12. November 2012 | Eine neue Studie hat Verblüffendes zutage gebracht. Demnach wären nahezu alle Menschen gücklich und restlos zufrieden mit ihrem Leben, wenn sie nicht in der Gegenwart, sondern im Konjunktiv leben würden.

Die Studie wurde von der Universität Fulda in Auftrag gegeben. Insgesamt wurden rund 20.000 Aussagen ausgewertet und analysiert. Die Probanden mussten Fragebögen ausfüllen und mitteilen, ob bzw. wann sie glücklich sind.

Dabei stellte sich heraus, dass lediglich rund 2% der Befragten mit "ja, ich bin sehr glücklich im Augenblick" antworteten, während die übrigen 98% mitteilten: "Ich wäre viel glücklicher, wenn...".

"Die Ergebnisse verblüffen uns", so Markus Schreiber, Leiter der Studie. "Die Diskrepanz zwischen dem was ist und dem was sein könnte ist frappierend und kann größer kaum sein. Selbst die wenigen Befragten, die nach eigenem Befinden bereits glücklich sind, gaben an, unter gewissen Umständen sogar noch glücklicher sein zu können."

Aus den Ergebnissen ließe sich feststellen, dass die meisten Menschen demnach tatsächlich ausgesprochen zufrieden mit sich und ihrem Leben sein könnten - wenn sie statt in der Gegenwart im Konjunktiv lebten.

Schreiber und sein Team haben aus den diversen Antworten einen Satz zusammengestellt, der am häufigsten genannt wurde und dem Befinden der meisten Menschen entspricht.
Dieser lautet: "Ich wäre ein wirklich unheimlich glücklicher Mensch, wenn ich einen geilen Job hätte, sehr viel Geld verdienen würde, gesund bliebe und mit meiner Familie in einem großen eigenen Haus wohnen würde."

Mit den Ergebnissen der Studie will Schreiber sich nun an die Bundesregierung wenden, um über eine mögliche Zeitenreform nachzudenken. "Wir haben deutlich gemacht, dass ein Großteil der Menschen nicht mit dem Leben im Präsens zufrieden ist und sich eine andere Zeit wünscht."

Ob und wann sich die Politik damit beschäftigen wird, ist dagegen noch unklar. In einer kurzen Stellungnahme aus dem Bundestag hieß es zu dem Thema nur knapp: "Wir würden uns wahnsinnig gerne mit der Studie auseinandersetzen, hätten wir nur ein wenig mehr Zeit dazu."
 

(JME/ Foto: Jgsho [CC BY-SA 3.0])
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