Geheimdienste bitten Bürger, bestimmte Schlagwörter in E-Mails zu vermeiden

Bielefeld (EZ) | 27. Februar 2012 | Nachdem bekannt wurde, dass deutsche Geheimdienste bei der Fahndung nach Terroristen im Jahr 2010 mehr als 37 Mio. private E-Mails überprüft haben, weil diese Schlagwörter wie "Bombe" enthielten, bitten die Geheimdienste nun die Mitbürger, auf bestimmte Wörter in Emails und SMS zu verzichten.

In den vergangen Jahren hätte man viel Zeit darauf verwendet, Mails zu durchforsten, die gewisse Schlagwörter enthielten, so ein Sprecher des Bundesnachrichtendienstes (BND). "In diesen Zeiten reagieren wir sehr sensibel in Bezug auf einige Wörter."

Aus diesem Grunde bitten die deutschen Geheimdienste nun um Unterstützung aus dem Volk. "Wer keine terroristischen Absichten verfolgt, sollte zukünftig darauf achten, Wörter wie 'Bombe' oder 'Rakete' im elektronischen Schriftverkehr zu vermeiden."

Dazu zählten auch Redensarten. "Die Bürger würden uns einen großen Gefallen tun, Sätze wie 'Die geht ab wie eine Rakete', 'Das ist absolut bombensicher' oder 'Was für 'ne Granate' zu vermeiden", heißt es weiter.

Auch die in Verbindung mit Fußball häufig benutzten Begriffe "Volltreffer", "eingelocht" oder "abgeschossen" sollte man in Zukunft umschreiben.
Und auf alte deutsche Volkslieder wie z.B. "Fuchs, du hast die Gans gestohlen" sollte man aufgrund der Textzeile "sonst wird dich der Jäger holen mit dem Schießgewehr" in Mails bitte zukünftig ganz verzichten

Die Geheimdienste betonen, dass diese Regel ausschließlich für Nicht-Terroristen gelte. Diejenigen, die Bombenanschläge und ähnliche Verbrechen planten, sollten dagegen bitte unbedingt auch weiterhin eben jene Schlagwörter verwenden. Nur so sei eine natürliche und effektive Auslese möglich, so der Sprecher abschließend.
 

(JME/Bild: [CC BY-SA 3.0])
Ein Geheimdienst Der BND und andere unbekannte Geheimdienste hoffen auf die Mithilfe der Bundesbürger zur Bekämpfung des Terrorismus.



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